Klima – Vegetation und Tierwelt in den USA

Grundwissen zu Klima, Vegetation und Tierwelt in den USA 

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise, einer vergleichsweise hohen Arbeitslosenquote und regelmäßigen Naturkatastrophen gelten die USA nach wie vor als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dementsprechend steht das Land seit Jahrzehnten ganz weit oben auf der Liste mit den beliebtesten Zielen von Auswanderern.

Es sind aber nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten im Hinblick auf Job und Lifestyle, die vielbeschworene Freiheit, der bunte Mix aus Kulturen, Traditionen und Mentalitäten oder die berühmten Metropolen und legendären Orte, die alljährlich viele Menschen in die USA locken.

Ein Stück weit ist es sicherlich auch das Land selbst, das aufgrund seiner Größe vom Traumstrand bis zur Winterlandschaft und von karger Wüste bis zur üppigen, grünen Landschaft praktisch alles zu bieten hat.

Und nachdem es zu einer Auswanderung unbedingt dazugehört, sich im Vorfeld ein wenig über das künftige Heimatland zu informieren, hier etwas Grundwissen zu Klima, Vegetation und Tierwelt in den USA: 

Das Klima in den USA

In den USA gibt es das eine, einzige Klima, das sich mit wenigen Worten beschreiben ließe, nicht. Die Größe des Landes bringt es vielmehr mit sich, dass sich die USA in mehrere Klimazonen aufteilen. Während ganz im Norden subarktisches bis arktisches Klima herrscht, findet sich in südlicher Richtung ein gemäßigtes, eher kühles Klima, das ganz im Süden schließlich bis zu einem tropischen und subtropischen Klima wird.

An der US-amerikanischen Ostküste bewegen sich die Niederschlagsmengen zwischen rund 1.000mm und 2.500mm. Je weiter es ins Landesinnere geht, desto geringer fallen die Niederschläge aus. Im Nordwesten des Landes und damit im nördlichen Bereich der Pazifikküste sind die Niederschlagsmengen mit etwa 3.000mm wieder recht hoch.

Entlang der Pazifikküste in Richtung Süden nehmen die Niederschläge ab, die Sommer werden zunehmend trockener und die Winter zunehmend milder. Im mittleren Westen, im Süden und im Südosten der USA stoßen in der Zeit zwischen Mai und November immer wieder warme und kalte Luftmassen aufeinander. Dies kann schwere Regenfälle, Tropenstürme, Erdrutsche, Tornados und Hurrikans zur Folge haben.

In Kalifornien wiederum ist es im Sommer und Herbst oft so warm, dass es zu Busch- und Waldbränden kommt. Hawaii hingegen bietet das ganze Jahr über angenehm warme Temperaturen, wobei es vor allem auf der Inselseite, die in Richtung Wind zeigt, häufig regnet. 

Die Vegetation in den USA

Wenn es um die Vegetation geht, lassen sich die USA ganz grob in vier große Landschaften unterteilen. So gibt es die Küstenebenen am Atlantik, den Gebirgszug der Appalachen, die nordamerikanischen Kordilleren und die inneren Ebenen, die sich dazwischen verteilen. Für Alaska sind Nadelwälder mit Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen charakteristisch.

Daneben fühlen sich hier Zwergweiden, Sauer- und Wollgräser sowie Flechten und Moose wohl. Im Nordosten bestimmen Wälder das Bild. Meist sind dies aber keine natürlich entstandenen Wälder mehr, sondern es wurden vielmehr Wirtschaftswälder mit schnell wachsenden Bäumen angelegt. Neben Bäumen wachsen im Nordosten vor allem Sträucher, Moose und Kräuter. An der Ostküste finden sich zahlreiche Mischwälder, unter anderem mit Ahorn, Birken, Fichten, Kiefern und Tannen.

Im Westen ist das landschaftliche Bild von Wüsten, Steppen und Halbwüsten geprägt. Da sich die Natur an die mitunter langen Trockenzeiten angepasst hat, wachsen hier vor allem Sukkulenten und Hartlaubsträucher, in der Sierra Nevada zudem Mammutbäume. Der Süden ist von sommergrünen Laubwäldern mit Buchen, Eichen und Kastanien geprägt, während der Südosten typisch subtropisch von immergrünen Regenwäldern durchzogen ist. Im Landesinneren finden sich aber auch Laubwälder und Farne sowie Baumfarne sind hier ebenfalls heimisch.  

Die Tierwelt in den USA

In den USA gibt es zahlreiche Nationalparks und große Schutzgebiete, die eingerichtet wurden, um die Flora und Fauna zu schützen. Diesen Initiativen ist es zu verdanken, dass der Artenreichtum weitgehend erhalten geblieben ist. Bis heute leben etwa 400 Säugetierarten, rund 500 Reptilien- und Amphibienarten, gut 750 Vogelarten und weit mehr als 90.000 Insektenarten in den USA.

Vor allem größere Säugetiere wie Schwarz- und Grizzlybären, Elche, Pumas oder Dickhornschafe sind aber praktisch nur noch in den Schutzgebieten zu finden. Im Norden Alaskas sind unter anderem Eisbären, Eisfüchse, Karibus, Lemminge, Robben, Walrosse und Wiesel zu Hause, außerdem sind hier Vögel wie der Eissturmvogel oder der Tölpel zu finden.

Mit etwas Glück sind in Alaska aber auch Hirsche, Wölfe, Biber und Schneehasen anzutreffen. Viele der Tierarten, die in Alaska heimisch sind, ziehen sich in den kalten Wintermonaten in wärmere Gefilde zurück oder halten Winterschlaf. Der Nordosten hat eine vielfältige Tierwelt aus Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögeln, Fischen und Säugetieren zu bieten.

Der Westen wiederum war früher die Heimat von Wildpferden und Antilopen, heute leben hier in erster Linie Kaninchen und zahlreiche andere Nagetierarten. Der Südwesten bietet mit seinen Wüsten und Halbwüsten Zuflucht für eine Vielzahl verschiedener Reptilien, darunter mehrere Arten von Klapperschlangen. Auf Hawaii wiederum fühlen sich dank des angenehm milden Klimas über 70 verschiedene Vogelarten wohl.

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