Wichtige Dokumente die Auswanderer mitnehmen sollten

Die wichtigsten Dokumente, die Auswanderer unbedingt mitnehmen sollten, in der Übersicht 

Ist nach gründlichem Nachdenken und dem mehrfachen Abwiegen der Vor- und Nachteile die Entscheidung gefallen, auszuwandern und sein Glück in einem anderen Land fernab der Heimat zu versuchen, bleiben zwar oft ein paar Zweifel bestehen, die Vorfreunde überwiegt jedoch deutlich.

Nun ist eine Auswanderung aber auch heute noch ein Abenteuer, denn schließlich können nur die wenigsten vorhersehen, was der Umzug in ein anderes Land tatsächlich bringen wird. Zudem verursacht eine Auswanderung jede Menge Arbeit und auch Kosten.

So muss der Hausstand vor Ort aufgelöst werden, der Umzug will gut geplant und die Reise per Auto, Schiff oder Flugzeug organisiert sein und auch die Verabschiedung von Familie und Freunden steht auf dem Programm. Bei all dem Trubel und der Aufregung kann es durchaus passieren, dass wichtige Punkte auf der To-Do-Liste wie beispielsweise die Dokumente in Vergessenheit geraten.

Gerade die Dokumente und Unterlagen sind aber überaus wichtig und es kann unnötig viel Zeit, Geld und Nerven kosten, wenn sie nicht vollständig oder nicht in der vom Zielland geforderten Form vorliegen. Welche Dokumente konkret in welchen Form erforderlich sind, um alle notwendigen Behördengänge vor Ort zu erledigen, hängt natürlich vom jeweiligen Zielland ab.

Trotzdem lässt sich eine Art allgemeine Checkliste erstellen, die die grundlegenden Papiere aufführt. Je nach Land und Voraussetzungen kann die Liste dann individuell erweitert werden.

Hier also die wichtigsten Dokumente, die Auswanderer unbedingt mitnehmen sollten, in der Übersicht:

·         den Personalausweis und den Reisepass

·        
eine beglaubigte Geburtsurkunde

·         das Familienbuch oder alle anderen Dokumente, die die wichtigen Daten zur Familie im Hinblick auf die Eheleute und deren Kinder enthalten

·         eine Bescheinigung über die bisherige Krankenversicherung und die Krankenkassenkarte

·         Gehaltsnachweise oder andere Bescheinigungen über das Einkommen in den vergangenen Monaten

·         Nachweise und Informationen über die noch bestehenden Bankverbindungen im Heimatland und/oder Bankverbindungen, die im Zuge der Auswanderung aufgelöst wurden

·         sämtliche Schul- und Arbeitszeugnisse

·         den Arbeitsvertrag oder einen Nachweis über die Vereinbarungen mit dem neuen Arbeitgeber im Zielland, sofern vorhanden

·         den internationalen Führerschein

·         die Abmeldebescheinigung vom bisherigen Wohnsitz im Heimatland, sofern erforderlich

·         Nachweise über die vorhandenen Fremdsprachenkenntnisse und/oder einen absolvierten Sprachtest für das Zielland 

Ein paar Tipps für Auswanderer, wenn es um Dokumente geht

Grundsätzlich hat jedes Land seine eigenen Vorschriften und Gesetze. So kann es also durchaus sein, dass in Deutschland nur der Personalausweis notwendig ist, um ein bestimmtes Dokument zu beantragen, während in einem anderen Land für das gleiche Dokument eine ganze Reihe an Unterlagen eingereicht werden müssen.

Aus diesem Grund sind Auswanderer generell gut beraten, wenn sie alle wichtigen Unterlagen in einem Ordner zusammenstellen und diesen Ordner dann zu Ämtern und Behörden mitnehmen. Auf diese Weise lassen sich nämlich zum einen lange Wartezeiten und endlose Termine in den jeweiligen Einrichtungen vermeiden. Zum anderen sinkt die Gefahr, dass bürokratische Vorgänge mehrfach abgebrochen und aufgeschoben werden müssen, bloß weil irgendein Dokument noch fehlt. 

Sehr ratsam ist außerdem, alle wichtigen Dokumente und Unterlagen bereits vor der Auswanderung in die Landessprache des Ziellandes übersetzen zu lassen. In sehr vielen Ländern werden Dokumente nur dann anerkannt, wenn sie im Original und in der jeweiligen Landessprache vorliegen. Dies gilt aber nicht nur für Dokumente wie die Geburts- oder Heiratsurkunde, sondern auch für Unterlagen wie beispielsweise Schul- und Ausbildungszeugnisse.

Vor allem beglaubigte Übersetzungen anfertigen zu lassen, kann im Ausland aber nicht nur recht teuer werden, sondern zudem auch vergleichsweise lange dauern. In Deutschland ist es übrigens mittlerweile möglich, bestimmte Dokumente wie beispielsweise eine beglaubigte Geburtsurkunde in mehrsprachiger Form ausstellen zu lassen. Ein solche Ausfertigung ist nur geringfügig teurer und muss natürlich nicht mehr übersetzt werden. In Deutschland stellen die meisten Krankenkassen mittlerweile automatisch Krankenkassenkarten aus, die in allen Ländern der EU und in einigen weiteren europäischen Staaten gültig sind.

Außerhalb Europas helfen diese Krankenkassenkarten zwar nicht wirklich weiter und wer auswandert, benötigt ohnehin eine neue Krankenversicherung im Zielland. Trotzdem sollten Auswanderer Nachweise über ihre bisherige Krankenversicherung vorlegen können, denn in einigen Ländern, unter anderem Frankreich, ist die Aufnahme in eine staatliche Krankenkasse oft nur dann möglich, wenn belegt werden kann, dass bisher eine Krankenversicherung bestand.

Wer nach Deutschland zieht oder innerhalb Deutschlands umzieht, ist verpflichtet, sich innerhalb von einer Woche beim Bürger- oder Einwohnermeldeamt an seinem neuen Wohnsitz anzumelden.

Eine solche Anmeldepflicht gibt es in vielen anderen Ländern nicht. Wer also nur für eine bestimmte Zeit auswandert oder noch nicht genau weiß, wo er im Zielland wohnen wird, kann zunächst mit einem Wohnsitz in seinem Heimatland gemeldet bleiben.

Wer sich jedoch dauerhaft niederlassen oder seinen Hauptwohnsitz im neuen Land anmelden möchte, muss sich in aller Regel an seinem bisherigen Wohnort im Heimatland abmelden. Teilweise setzt zudem eine Anmeldung am neuen Wohnort voraus, dass eine Abmeldebescheinigung vorgelegt werden kann. Auskunft über das Ab- und Anmeldeverfahren im Zuge der Auswanderung können zum einen das Bürger- oder Einwohnermeldeamt vor Ort und zum anderen die deutsche Botschaft oder das deutsche Konsulat am neuen Wohnort erteilen.

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