Beinamen US-amerikanischer Bundesstaaten

Liste: Die teils merkwürdigen Beinamen US-amerikanischer Bundesstaaten 

Die meisten wissen, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika heute aus 50 Bundesstaaten zusammensetzen. Viele können auch zumindest ein paar dieser Bundesstaaten aufzählen.

Schwieriger wird es aber, wenn statt Alaska von The Last Frontier oder statt Kalifornien vom Golden State die Rede ist. 

Hierzu muss man wissen, dass eine US-amerikanische Besonderheit darin besteht, dass die 50 Bundesstaaten nicht nur ihre offiziellen Namen haben. Stattdessen gibt es sowohl offizielle Beinamen als auch nicht offizielle, aber sehr populäre Spitznamen.

Die Nebennamen der Bundesstaaten sind unter anderem auf Kfz-Kennzeichen, auf amtlichen Formularen und Papieren oder auf den Uniformen von Staatsbediensteten zu finden. Bei einigen der Beinamen ist auf den ersten Blick ersichtlich oder zumindest nachvollziehbar, wie sie zustande kamen.

Beispiele hierfür sind Grand Canyon State für Arizona, Sunshine State für Florida, Aloha State für Hawaii oder Prairie State für Illinois. Andere Spitznamen erscheinen zunächst recht ungewöhnlich und der Ursprung sowie die Bedeutung erschließen sich erst, wenn das entsprechende Hintergrundwissen vorhanden ist.

Ein paar der teils merkwürdigen Beinamen US-amerikanischer
Bundesstaaten benennt und erklärt die folgende Liste:

·         Alabama hat zwar keinen offiziellen Beinamen, dafür aber mehrere inoffizielle Spitznamen. So wird Alabama gerne Heart of Dixie (Herz des Südens) oder Cotton State (Baumwoll-Staat) genannt. Populär ist aber auch die Bezeichnung Yellowhammer State.

Dieser Name hat seinen Ursprung im amerikanischen Bürgerkrieg, denn seinerzeit hatten die Einheiten aus Alabama gelbe Abzeichen an ihren Uniformen. Wegen dieser Abzeichen wurden die Soldaten erst ein wenig spöttisch, später dann respektvoll und nett gemeint die Yellowhammers, zu Deutsch Goldspechte, genannt.

·         Colorado wurde 1876 und damit exakt 100 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung zum 38. Bundesstaat der USA. Aus diesem Grund hat Colorado den Beinamen Centennial State (Hundertjahrfeier-Staat).

·         Delaware hat einige wunderschöne Landschaften zu bieten und wird deshalb auch Small Wonder (kleines Wunder) genannt. Der offizielle und durchaus mit Stolz erfüllte Beiname lautet jedoch First State. Hintergrund hierfür ist, dass der Vertreter des kleinen Bundesstaates an der Ostküste der Erste war, der 1776 seine Unterschrift unter die Unabhängigkeitserklärung setzte. 

·         Iowa trägt den Beinamen Hawkeye State (Falkenauge-Staat). Pate für den Beinamen stand der Häuptling der Sauk- und Fox-Indianer Black Hawk, die im Gebiet des heutigen Iowa beheimatet waren.

·         Maryland zeigt sich bisweilen recht widerspenstig, wenn es um Mehrheitsbeschlüsse geht. Deshalb wird der Bundesstaat auch Free State genannt. Der Beiname Old Line State (Alte Grenze-Staat) geht auf General George Washington zurück. Er soll die Einheiten Marylands, die sich im Krieg gegen die Briten als besonders zuverlässig erwiesen hatten, als Anerkennung so bezeichnet haben. 

·         Michigan leitet sich von dem indianischen Wort Micigama für großes Wasser ab, denn der Staat wird vom Michigan-See in zwei Hälften geteilt. Der Bundesstaat hat deshalb auch den Beinamen Great Lake State (Großer See-Staat). Weniger schmeichelhaft hingegen ist der Spitzname Wolverine State (Vielfraß-Staat). Diese Bezeichnung geht darauf zurück, dass Michigan Anfang des 19. Jahrhunderts Gebiete, die zum Territorium des Nachbarstaates Ohio gehören, für sich in Anspruch nehmen wollte.

·         Nebraska ist ein von der Landwirtschaft und hier vor allem vom Maisanbau geprägter Bundesstaat. Hergeleitet von der üblichen Methode bei der Maisernte hat Nebraska seit einem Parlamentsbeschluss im Jahre 1945 den offiziellen Beinamen Cornhusker State (Maisschäler-Staat).

·         North Dakota ist nach den Dakota-Indianern benannt. Übersetzt bedeutet Dakota Freunde oder Verbündete. Die Dakota-Indianer sind eine Stammesgruppe der Sioux-Indianer, weshalb der Bundesstaat auch den Beinamen Sioux State hat. Der offizielle Beiname lautet jedoch Peace Garden State. Namensgeber ist der Internationale Friedensgarten, der 1932 in Dunseith an der Grenze zwischen den USA und Kanada gegründet wurde.

·         Texas hat auf seiner Flagge nur einen einzigen Stern. Deshalb heißt der Bundesstaat auch Lone Star State (Staat des einsamen Sterns).

·         Utah ist deutlich geprägt vom Einfluss der Mormonen. Sie waren es auch, auf die der Bienenkorb als Staatssymbol zurückgeht. Der Bienenkorb steht als Sinnbild für den besonderen Fleiß und die Solidarität des Territoriums. Seit 1959 hat Utah den offiziellen Beinamen Beehive State (Bienenkorb-Staat).

·     Wyoming bedeutet im Indianischen soviel wie weite Wiese oder große Ebenen. Der auch Cowboy State genannte Bundesstaat hat den Beinamen Equality State (Gleichheitsstaat). Dieser Beiname leitet sich von dem Motto des Bundesstaates ab, das Equal Rights (gleiche Rechte) lautet.

Wyoming war der erste US-amerikanische Bundesstaat, in dem 1869 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Später war Wyoming auch der erste Bundesstaat, der eine Abgeordnete ins US-Parlament wählte, eine Friedensrichterin hatte und von einer Gouverneurin regiert wurde.

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