Überlegungen rund um den Umzug in die USA

Ein paar grundlegende Überlegungen rund um den Umzug in die USA 

Die Welt ist zweifellos näher zusammengerückt. Mittels Flugzeug, Schiff und auf dem Landweg lässt sich praktisch jedes Ziel recht komfortabel erreichen und dank Internet und Telefon lässt sich vieles unabhängig von Standort und Zeitpunkt erledigen. Trotzdem ist auch heute noch jede Auswanderung ein Stück weit ein Abenteuer. 

Schließlich zieht der Auswanderer nicht einfach nur von einem Ort an einen anderen Ort um, sondern kommt in ein völlig neues Umfeld. Selbst wenn der Auswanderer die Landessprache gut beherrscht, sich mit der Kultur und den Gepflogenheiten beschäftigt hat und sich möglicherweise sogar schon mehrfach in dem Land aufgehalten hat, ist es ein großer Unterschied, ob jemand einen Urlaub oder einen geschäftlichen Aufenthalt in einem Land verbringt oder ob er dauerhaft dort lebt.

Trotzdem möchten sich jedes Jahr viele Menschen den Traum vom Auswandern erfüllen, und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. So erhoffen sich die einen bessere Jobchancen und sicherere Zukunftsperspektiven, andere wollen noch einmal ganz von vorne anfangen und wieder andere sind schlichtweg verliebt in ein Land. Die USA gehören dabei schon seit Jahren zu den beliebtesten Auswanderungsländern der Deutschen.

Als klassisches Einwanderungsland mit einer bunt gemischten Bevölkerung, als große Wirtschaftsnation und als ein riesiges Land, in dem es von pulsierenden Mega-Metropolen bis hin zu ursprünglicher, weiter Prärie praktisch alles gibt, sollte sich tatsächlich auch ein geeigneter Ort für einen erfolgreichen Neustart fernab der alten Heimat finden lassen.

Den Weg vom Tellerwäscher zum Millionär werden zwar nur die wenigsten schaffen, aber die Chancen, sich zumindest kleinere Träume erfüllen und ein paar Dinge mehr leisten zu können, sind durchaus gegeben. Bevor der Auswanderer in den USA so richtig durchstarten kann, wartet jedoch erst einmal jede Menge Arbeit auf ihn. Ein einfacher Wohnungswechsel ist oft schon anstrengend und stressig, bei einer Auswanderung sind die Herausforderungen aber noch deutlich größer. Eine gute Organisation ist deshalb das Wichtigste überhaupt.   

Ein paar grundlegende Überlegungen rund um den Umzug in die USA

Damit der eigentliche Umzug geplant und organisiert werden kann, müssen ein paar wesentliche Fragen geklärt sein. Die wichtigsten Vorbereitungen und Überlegungen in diesem Zusammenhang sind folgende: 

Was wird mitgenommen und was bleibt zurück?

Ob die Möbel, die Einrichtungsgegenstände und die anderen persönlichen Dinge mitgenommen werden oder ob nicht, bleibt letztlich eine individuelle Entscheidung. Einige Auswanderer nehmen nur wenige Kleidungsstücke, ein paar Spielsachen für die Kinder und die allerpersönlichsten Erinnerungsstücke mit. Alles andere wird dann vor Ort neu gekauft, denn für sie gehört auch ein komplett neu eingerichtetes zu Hause zu einem Neuanfang dazu. Andere Auswanderer möchten möglichst alles mitnehmen.

Zum einen erhoffen sie sich davon, sich schneller und leichter einleben zu können, wenn sie zumindest in der Wohnung mit vertrauten Dingen umgeben sind. Zum anderen möchten sie die ersten Tage nicht in Geschäften verbringen, um Möbel und Dinge des alltäglichen Bedarfs einzukaufen, sondern sich um wichtigere Angelegenheiten wie Behördengänge, Vorstellungsgespräche oder Anmeldungen kümmern. Hinzu kommt aber auch die Kostenfrage.

Natürlich ist es erheblich kostengünstiger, lediglich mit einem Koffer in die USA auszuwandern, als viele Gepäckstücke von der Fluggesellschaft transportieren zu lassen oder einen Schiffscontainer zu mieten. Andererseits muss das Geld, das bei den Transportkosten eingespart wurde, am Ende doch wieder in die neue Einrichtung investiert werden. Der Auswanderer sollte also durchrechnen, welche Lösung sich für ihn besser lohnt.

Eine Besonderheit gilt jedoch beim Auto. In den USA gibt es andere Verordnungen und Zulassungskriterien. Eine dauerhafte Zulassung ist nur dann möglich, wenn das Fahrzeug baugleich in den USA im Handel ist oder war und dementsprechend Abgas- und Sicherheitstestwerte von amerikanischen Stellen wie der Environmental Protection Agency oder dem Department of Transportation vorliegen.

Bei den meisten Fahrzeugen aus Europa ist dies jedoch nicht der Fall. Diese Fahrzeuge müssen dann spätestens nach einem Jahr umgerüstet, was jedoch sehr teuer und nicht immer möglich ist, wieder ausgeführt, außerhalb der USA verkauft oder verschrottet werden. Die Mitnahme des Autos lohnt sich deshalb in aller Regel nicht.  

Was soll mit den Sachen, die nicht mitgenommen werden, passieren?

Steht fest, was nicht in die USA mitgenommen wird, stellt sich als nächstes die Frage, was mit diesen Dingen geschehen soll. Weiß der Auswanderer, dass er nur für eine begrenzte Zeit in den USA bleiben wird, oder möchte er abwarten, ob ihm der Neuanfang tatsächlich gelingt, kann es sinnvoll sein, sein Hab und Gut einzulagern. Die andere Möglichkeit ist, die Sachen zu verkaufen.

Einzelne Stücke können auf dem Flohmarkt oder über das Internet verkauft oder versteigert werden. Der Auswanderer kann aber auch eine Kleinanzeige schalten und darin eine Haushaltsauflösung inserieren.

Durch den Verkauf kommt der eine oder andere Euro in die Kasse, den der Auswanderer sicherlich gut gebrauchen kann. Selbstverständlich kann der Auswanderer seine Sachen aber auch an Freunde und Verwandte verschenken und das, was keine Abnehmer findet, als Sperrmüll entsorgen. 

Ist in den USA bereits eine neue Wohnung gefunden?

Eine sehr wichtige Frage im Hinblick auf den Ablauf des Umzugs ist, ob in den USA bereits eine neue Wohnung zur Verfügung steht. Weiß der Auswanderer, wo er künftig wohnen wird, kann er sein Hab und Gut direkt mitnehmen und den Transport so organisieren, dass seine Sachen zusammen oder kurz nach ihm in den USA eintreffen.

Hat der Auswanderer noch keine neue Bleibe gefunden, gestaltet sich die Situation ein wenig schwieriger. Es dauert einige Zeit, bis die Sachen per Schiff in die USA transportiert und vom Zoll freigegeben wurden. Grundsätzlich könnte der Auswanderer den Transport deshalb zusammen mit seiner Abreise in die Wege leiten.

Allerdings muss er sich dann schlimmstenfalls um eine Einlagerungsmöglichkeit vor Ort kümmern, wenn sein Hab und Gut bereits da ist, er aber noch keine Wohnung gefunden hat. Die risikoärmere Alternative ist, die Sachen in Deutschland kurzfristig einzulagern und das Okay für den Transport erst dann zu geben, wenn feststeht, wohin die Sachen gebracht werden sollen. 

Soll der Umzug mit professioneller Hilfe oder in Eigenregie erfolgen?

In den USA gibt es zahlreiche Bestimmungen und Verordnungen, die bei einer Einwanderung beachtet werden müssen. Insofern ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Spedition, die auf Auslandsumzüge spezialisiert ist und Erfahrung mit Umzügen in die USA vorweisen kann, kennt die Vorschriften, weiß um die Stolpersteine und kann dem Auswanderer einen Großteil der Formalitäten abnehmen.

Die Kosten sind zwar höher, aber dafür spart der Auswanderer Zeit und vor allem Nerven. Traut es sich der Auswanderer zu, kann er den Umzug aber natürlich auch selbst organisieren. Er muss dabei aber bedenken, dass er wirklich alles organisieren muss, angefangen beim Transport des Seecontainers zu und von seiner Wohnung zum Hafen über den Transport mit dem Schiff und sämtliche Formalitäten bis hin zur Auslieferung an die neue Adresse.

Sehr wichtig ist außerdem, dass der Auswanderer wirklich jedes Teil, das er in den Container packt, in einer Liste notiert. Andernfalls kann es mit dem Zoll nämlich Schwierigkeiten geben.

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