Merkwürdige Gesetze in den USA

Einige der merkwürdigsten Gesetze und Vorschriften in den USA im Überblick 

Rund um die Vereinigten Staaten von Amerika ranken sich viele Mythen und Legenden. So gelten die USA beispielsweise als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und das Land, in dem der einfache Tellerwäscher zum Millionär werden kann.

Sicherlich tragen diese Vorstellungen dazu bei, dass die USA nach wie vor zu den beliebtesten Auswanderungsländern gehören. Aber in den USA gibt es nicht nur unbegrenzte Möglichkeiten, sondern auch eine ganze Reihe recht merkwürdiger Vorschriften und Gesetze.

Diese entstammen meist aus vergangenen Zeiten und hatten damals sicherlich auch ihren Sinn. Heute hingegen wirken sie nicht nur merkwürdig, sondern teilweise schlichtweg lustig.     

Hier einige der merkwürdigsten Gesetze und Vorschriften in den USA im Überblick:

Gleichberechtigung auch für Tiere

Neben der Freiheit stellt auch die Gleichberechtigung in den USA ein hohes Gut dar. Dementsprechend oft spiegelt sich der Gedanke der Gleichberechtigung in den Gesetzen und Vorschriften wider, betrifft allerdings nicht nur Menschen, sondern in einigen Bundesstaaten auch Tiere.

In Denver im Bundesstaat Colorado beispielsweise dürfen Hundefänger in einem öffentlichen Park nur dann aktiv werden, wenn sie im Vorfeld Plakate aufgehängt und die Hunde so auf ein mögliches Einfangen hingewiesen haben. In Florida hingegen gibt es ein Gesetz, das die Parkgebühren für Elefanten regelt. Wer anstelle seines Autos mit einem Elefanten unterwegs ist und diesen auf einem Parkplatz abstellt, muss die gleichen Parkgebühren bezahlen wie für ein Auto.  

Die Anzahl der Sterne und Streifen

Die amerikanische Nationalflagge mit ihren „Stars and Stripes“ gehört zu den Symbolen, auf die die US-Amerikaner besonders stolz sind. Daher gibt es auch eine Reihe unterschiedlicher Gesetze, die sich auf die Nationalflagge beziehen.

Eines dieser Gesetze gilt für den Bundesstaat Connecticut, in dem es verboten ist, eine Flagge zu hissen, deren Anzahl an Sternen und Streifen nicht richtig ist. Hintergrund hierfür ist, dass der Nationalstolz und die dazugehörigen Symbole in Connecticut eine besonders große Rolle spielen.

Aus diesem Grund käme eine Flagge mit einer falschen Anzahl an Sternen und Streifen einer Verunstaltung der Nationalflagge gleich. Um dies zu verhindern, wurde die Verpflichtung, nur korrekte Flaggen wehen zu lassen, explizit in die Verfassung aufgenommen.  

Waffen dürfen nicht immer benutzt werden

In vielen US-amerikanischen Bundesstaaten dürfen Privatpersonen Waffen ohne allzu strenge Auflagen besitzen. In einigen Bundesstaaten erlaubt es das Gesetz sogar, eine Person zu erschießen, wenn sich diese unerlaubterweise auf dem eigenen Grundstück befindet.

Aber es gibt auch Gesetze, die den Einsatz von Waffen einschränken. Ein solches Gesetz gilt in Georgia und stammt noch aus Zeiten des Bürgerkrieges. Das Gesetz besagt, dass es nicht erlaubt ist, seine Waffe während eines Picknicks zu benutzen. 

Prüderie und Schutz vor Belästigung

Allgemein gelten die USA als recht prüde, wobei viele Gesetze eher auf eine Art Schutz der Öffentlichkeit vor Belästigung abzielen. Ein Beispiel für ein etwas merkwürdiges Gesetz in diesem Zusammenhang gibt es im Bundesstaat Illinois.

Hier dürfen Frauen, die mehr als 90kg wiegen, nicht in kurzen Hosen reiten. Hintergrund dieser Vorschrift ist das Thema Freizügigkeit und vermutlich zielt das Gesetz darauf ab, dass Personen durch das vermeintlich wenig attraktive Aussehen dicker Frauen in kurzen Hosen in ihrem ästhetischen Empfinden nicht gestört werden sollen.

In St. Louis im Bundesstaat Missouri hingegen gibt es ein Gesetz, das es der Feuerwehr verbietet, nackte oder nur leicht bekleidete Frauen aus einem brennenden Haus zu retten. Begründet wird das Gesetz damit, dass immer ausreichend Zeit verbleibt, um sich schnell etwas anzuziehen. Interessant ist auch ein Gesetz, das auf Hawaii gilt. Laut diesem Gesetz ist es nämlich verboten, einer anderen Person einen Penis ins Ohr zu stecken und wer sich nicht daran hält, muss im schlimmsten Fall mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

Das Gesetz erscheint auf den ersten Blick sehr merkwürdig, zumal nicht geregelt ist, ob das Verbot nur für den eigenen Penis oder allgemein für alle Penisse und penisähnliche Gegenstände gilt. Hintergrund ist aber das Verbot von Freizügigkeiten und Perversitäten aller Art und in diesem Zuge wurde wohl versucht, alle nur erdenklichen Szenarien gesetzlich zu regeln. 

Schutz für Kakteen

Viele US-Amerikaner sind sehr mit der Natur verbunden, teils aus jahrhundertealten Traditionen. So gibt es auch eine Reihe von Gesetzen und Vorschriften, die die Natur schützen und ihre Ursprünglichkeit bewahren sollen.

Ein solches Gesetz gilt auch in Arizona. Hier gibt es teilweise riesengroße Kakteen, die unter Naturschutz stehen und weder in ihrer Form noch in ihrer Größe verändert werden dürfen. Auf gesetzlichem Wege ist geregelt, dass das Stutzen von einem Kaktus mit einer bis zu 25jährigen Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

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