Aktuelle News zur Einwanderung und Auswanderung

Aktuelle News zum Thema Einwanderung und Auswanderung  

Es ist nicht neu, dass Menschen ihr Heimatland verlassen, um sich in einem anderen Land niederzulassen und dort ihr Glück zu versuchen. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder größere Einwanderungswellen und bis heute entscheiden sich viele Menschen dazu, auszuwandern.

Wer aus einem anderen Land kommt und sich für längere Zeit oder dauerhaft im neuen Land niederlässt, ist aus Sicht des Herkunftslandes ein Auswanderer oder Emigrant und aus Sicht des Aufnahmelandes ein Einwanderer oder Immigrant.

Neudeutsch und hier insbesondere in den Medien wird bei Einwanderern und deren Nachkommen allgemein und unabhängig von ihren Wurzeln häufig von Migranten oder Personen mit Migrationshintergrund gesprochen.

Die folgende Übersicht beleuchtet allgemein und aktuelle News und Wissenswertes rund um die Einwanderung und Auswanderung: 

Was sind typische Auswanderungsgründe und wie sehen die Zahlen aus?

Statistiken zufolge haben rund drei Prozent der Weltbevölkerung eine Auswanderung hinter sich. Die Gründe, die zu der Auswanderung geführt haben, sich dabei sehr unterschiedlich. Viele Menschen entschließen sich in Ausnahmesituationen dazu, ihre Zelte abzubrechen. Zu diesen Ausnahmesituationen gehören beispielsweise Kriege, kriegsähnliche Zustände, Verfolgung oder Hungernot.

In diesen Fällen sehen die Menschen in der Auswanderung oft die letzte Chance für ihr Überleben. Aber natürlich gibt es auch sehr viele Menschen, die ganz freiwillig auswandern. Hier können schlicht Abenteuerlust, Fernweh, ein lukrativer Job oder auch allgemein der Wunsch nach einem Neuanfang die Auswanderung begründen.

Im Jahr 2010 wanderten rund 141.000 Deutsche aus, rund 115.000 Auswanderer kehrten nach Deutschland zurück. Die meisten Deutschen wagen ihren Neuanfang in Österreich und in der Schweiz, aber auch die USA sind nach wie vor ein sehr beliebtes Auswanderungsziel. In Deutschland fanden 2010 über 600.000 Einwanderer ein neues zu Hause, etwa genauso viele kehrten aber auch wieder in ihre Heimatländer zurück. 

Worin liegen die Hauptschwierigkeiten bei einer Auswanderung?

In aller Regel wird eine Auswanderung gewissenhaft geplant, gut vorbereitet und in Gedanken immer wieder durchgespielt. Aber dennoch lauern einige typische Stolpersteine. Hierzu gehören zunächst einmal die Formalitäten. Viele deutsche Auswanderer stöhnen über die mitunter komplexe deutsche Bürokratie, übersehen aber, dass es auch im Zielland bürokratische Hindernisse zu meistern gilt.

In jedem Land müssen Formulare ausgefüllt und Anträge gestellt werden, aber dies ist angesichts einer oft fremden Sprache, anderen Bestimmungen und je nach Mentalität und Kultur anderen Arbeitsweisen nicht immer ganz einfach.

Die häufig größeren Schwierigkeiten bereitet aber oft das alltägliche Leben. Viele Auswanderer kennen ihr Zielland von Urlaubsaufenthalten und müssen dann feststellen, dass das Leben im Alltag ganz anders ist. Vielen fällt es nicht leicht, sich einzuleben, sich in der neuen Kultur zurechtzufinden oder Kontakte zu knüpfen und oft kommen dann noch Heimweh und das Vermissen von Familie und Freunden hinzu.  

Welches sind die wichtigsten Einwanderungsländer der Welt?

Das mit Abstand größte und wichtigste Einwanderungsland der Welt sind unbestritten die USA. Ein wesentliches Stichwort in diesem Zusammenhang ist Ellis Island, eine Art zentrale Sammelstelle für Einwanderer. Ihre Blütezeit erlebte Ellis Island in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und seinerzeit wanderten so viele Menschen ein, dass bis heute jeder zweite Amerikaner Vorfahren hat, die auf diesem Wege ihren Weg in die USA fanden. Um dem enormen Andrang Herr zu werden, wurde 1921 eine Quotenregelung eingeführt.

Durch strengere Kontrollen gingen die Einwanderungszahlen in der Folgezeit massiv zurück und nachdem sich Ellis Island aus verwaltungstechnischer Sicht nicht mehr rechnete, wurde die Sammelstelle 1954 stillgelegt. Ein weiteres Land mit einer langen Einwanderungsgeschichte ist Frankreich. Die Industrialisierung, sinkende Geburtenzahlen und auch Kriege hatten dazu geführt, dass ein Mangel an Arbeitern herrschte. So kamen ab dem 18. bis ins 20. Jahrhundert hinein unzählige ausländische Arbeitskräfte nach Frankreich und Frankreich wurde neben den USA zum zweitwichtigsten Einwanderungsland überhaupt.

Viele Einwanderer und deren Nachkommen leben heute als französische Staatsbürger in Frankreich, allerdings oft kaum in die Gesellschaft integriert.  In Deutschland gab es Mitte des 20. Jahrhunderts eine größere Einwanderungswelle. Der wirtschaftliche Aufschwung sorgte für einen Mangel an Arbeitskräften und so begann die Regierung damit, ausländische Arbeitnehmer anzuwerben.

Viele Einwanderer kamen daraufhin als Gastarbeiter nach Deutschland und fanden hier ihr neues zu Hause. Anders als oft ursprünglich geplant, kehrten viele nach Ende der Berufstätigkeit nicht mehr in ihre Heimatländer zurück. Rückblickend gesehen ist dies auch gut so, denn andernfalls gäbe es in Deutschland vermutlich nicht so viele italienische, jugoslawische oder griechische Restaurants und auch den Döner würden wir vermutlich nicht kennen. 

Was ist Braindrain?

Von Braindrain wird gesprochen, wenn Intelligenz im Form von Wissen und Können durch Auswanderung verloren geht. Das Gegenteil hiervon ist Braingain, das die Gewinne bezeichnet, von denen ein Volk durch die Auswanderung von besonders intelligenten oder ausgebildeten Menschen profitiert. Ein Beispiel hierfür gibt es aus den 1960er-Jahren.

Seinerzeit warben die USA viele IT-Spezialisten aus Indien an, die später in ihre Heimat zurückkehrten und ihr neu erworbenes Wissen nutzen konnten, um damit die heimische Wirtschaft zu stärken. Spezialisten, Experten, Akademiker und qualifizierte Facharbeiter werden auch heute noch auf der ganzen Welt gesucht.

Aus diesem Grund gibt es in vielen Ländern attraktive Bildungsangebote und interessante Jobangebote, durch die die Länder hoffen, Experten und Spezialisten ins Land zu holen und zu halten.

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