Ein Streifzug durch Seattle, 1. Teil

Ein Streifzug durch Seattle, 1. Teil

Ob Grey’s Anatomy, Schlaflos in Seattle oder Twin Peaks: Seattle kennen viele aus Filmen und Serien. Doch einen Städtetrip haben nur wenige auf dem Plan. Dabei hat die Stadt einiges zu bieten.

Seattle

Kunst, Musik und Kultur, herrliche Grünanlagen und eine erstklassige Küche zum Beispiel. Grund genug sich die Emerald City, die “smaragdgrüne Stadt”, einmal näher anzuschauen.

In einem mehrteiligen Beitrag gehen wir auf einen Streifzug durch Seattle:

 

Die Anreise nach Seattle

Natürlich kann der Reisende auch direkt von Deutschland aus nach Seattle fliegen. Durch die strengen und langwierigen Sicherheitskontrollen in den USA braucht er nach der Landung aber recht viel Geduld. Deutlich entspannter wird es, wenn der Reisende einen Zwischenstopp in Dublin einlegt.

Warum Dublin? Am Flughafen Dublin ist eine Einreise in die USA möglich, weil der Reisende hier bereits US-amerikanischen Boden betritt. Der Großteil der Einreise- und Sicherheitskontrollen wird dadurch schon in der irischen Hauptstadt erledigt. In Seattle hat der Reisende dann nur noch eine Kontrolle in einer spürbar abgespeckten Variante vor sich.

In Deutschland gibt es neun Flughäfen mit einer Direktverbindung nach Dublin. So ist der Reisende ruckzuck in Irland. Von Dublin aus dauert der Flug bis nach Seattle dann noch einmal neun Stunden. Aber Achtung: Auch wenn der Reisende am Dubliner Flughafen in die USA einreist, muss er ein ESTA oder ein Visum beantragt haben und vorlegen können.

 

Kunst und Kultur in Seattle

Im Washington State an der US-amerikanischen Westküste gelegen, sind in der Metropolregion Seattle knapp vier Millionen Menschen zu Hause. Die Space Needle, die in Form eines Ufos zwischen den Wolkenkratzern heraus sticht, macht die Skyline der Stadt unverkennbar.

Von dem 184 Meter hohen Bauwerk aus kann der Reisende eine tolle Panaroma-Ansicht über Seattle genießen. Eine andere Möglichkeit ist, dass er sich auf den Weg zum Sky View Observatory macht. Das ist die höchste Aussichtsplattform im Nordwesten des Landes, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Klar, dass der Besucher hier einen eindrucksvollen Ausblick auf die Stadt bekommt.

Kunst und Kultur sind in Seattle ein großes Thema. Die ganze Stadt wirkt eigentlich wie ein kleines Kunstwerk. So sind zum Beispiel die Plätze und die Parks mit verschiedenen Brunnen und Skulpturen bestückt. Im Viertel Capitol Hill sind die Zebrastreifen bunt, um die Verbundenheit mit der Pride Parade auszudrücken. Und die hippen, modernen Cafés eignen sich optimal für eine kreative Pause.

Wenn der Besucher ohnehin schon an der Space Needle ist, sollte er die Gelegenheit nutzen, um in das künstlerische Seattle einzutauchen. Direkt am Fuße des Gebäudes befindet sich das Chihuly Garden and Glass Museum. Hier erwarten den Besucher einmalige Pflanzen, Skulpturen und andere Objekte aus Glas. Auf der anderen Seite, nördlich der Space Needle, ist das Museum of Pop Culture beheimatet. Schon von außen beeindruckt das Gebäude durch seine extravagante Architektur.

Im Museum wird der Besucher von einer riesigen Skulptur begrüßt, die in erster Linie aus Gitarren, aber auch aus anderen Instrumenten wie Trommeln besteht. Die Ausstellung widmet sich der Popkultur in ihren verschiedenen Facetten. Ein Raum, der ganz im Zeichen der Grunge-Band „Nirvana“ und ihrem legendären Sänger Kurt Cobain steht, ist hier genauso zu finden wie Musikinstrumente von Superstars aus aller Welt. Im Sound Labor kann der Besucher auch selbst verschiedene Instrumente ausprobieren und lernen.

 

Multikulti in Seattle

Die Einwohner Seattles sind bunt gemischt und diese Multikulturalität gehört zum Charme der Stadt unbedingt dazu. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zog es viele chinesische Einwanderer an die Pazifikküste. So entstand im Laufe der Zeit der heutige Chinatown International District.

Zwischen 1885 und 1915 machten dann Skandinavier den Großteil der Einwanderer aus. Ihre Geschichte wird im Nordic Museum lebendig. Aufgebaut wie ein typischer Fjord in Nordeuropa, erzählt das Museum mit Ausstellungen, Filmen und Architektur über 120 Jahre Einwanderungsgeschichte. Von den Wikingerzeiten über das Mittelalter bis ins Heute hinein erfährt der Besucher nicht nur viel über die Migration, sondern lernt auch gleich die Länder Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island etwas besser kennen.

 

Große Konzerne in Seattle

Ob der Seehafen, die Nähe zu Kanada, der gute Anschluss ans internationale Geschehen, das moderne und kreative Ambiente oder die hervorragend ausgebauten Infrastrukturen innerhalb der Stadt: Es gibt einige Gründe, die für Seattle als Wirtschaftsstandort sprechen.

Tatsächlich sehen das auch viele internationale Großkonzerne so, die hier ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben. Der Besucher kann und sollte die Chance nutzen, einen Blick hinter die Kulissen von namhaften Unternehmen wie Amazon, Boeing, Nordstrom oder Starbucks zu werfen.

Im Zentrum der Stadt lädt der Amazon Campus zu einer Entdeckungstour ein. Hier kann sich der Besucher die weltberühmten „Spheres“ live und in Farbe anschauen, sich einen Eindruck vom Konzept des Onlinehändlers verschaffen oder ausprobieren, wie es sich in einem modernen, kontaktlosen „Amazon Go Laden“ einkauft.

Noch etwas eindrucksvoller ist vermutlich das Boeing Werk im Norden Seattles. Auf der Tour fährt ein Bus den Besucher durch die verschiedenen Fertigungshallen. Während der Besucher sieht, wie aus den Einzelteilen allmählich ein Flugzeug entsteht, erfährt er interessante Daten und Fakten über die Modelle des Flugzeugbauers und deren Unterschiede. Als krönenden Abschluss kann es sich der Besucher dann auf der Dachterrasse am Eingangsbereich gemütlich machen und zuschauen, wie nur ein paar Meter von ihm entfernt Flugzeuge auf der Landebahn aufsetzen und ausrollen.

Im 2. Teil klären wir, warum Seattle den Beinamen smaragdgrüne Stadt hat und welche Highlights die Küche bietet.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Ein Streifzug durch Seattle, 1. Teil

Veröffentlicht von

Redaktion

Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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