Reisetipps: Texas erleben, Teil 2

Reisetipps: Texas erleben, Teil 2

Weitläufige Prärie, Countrymusik und ein Flair wie in einem Western-Film: So stellen sich die meisten Texas vor. Und damit liegen sie nicht falsch. Doch Texas hat noch weit mehr zu bieten!

Eine Reise durch Texas ist ein bisschen wie eine kleine Zeitreise. So trifft der Besucher einerseits auf moderne und hippe Großstädte.

Andererseits erwarten ihn Kleinstädte, in denen die typischen Traditionen gepflegt werden. Und dann gibt es da noch jene Orte, in denen die Uhren stehengeblieben zu sein scheinen und in denen noch immer waschechte Cowboys wohnen.

Texas zählt zu den konservativen Bundesstaaten in den USA, ist aber gleichzeitig enorm vielseitig und facettenreich. Möchte der Besucher Texas erleben, sollte er durch den Bundesstaat reisen. Als kleinen Vorgeschmack haben wir eine kleine Route zusammengestellt.

Dabei führte uns der erste Abschnitt von Texas’ Hauptstadt Austin über die BBQ-Hochburg Lockhart bis ins farbenfrohe und multikulturelle San Antonio. Weiter geht es mit Reisetipps für den zweiten Abschnitt unserer Tour durch Texas:

Die Cowboy-Stadt Bandera

Natürlich darf auf einer Reise nach und durch Texas echte Wild-West-Stimmung nicht fehlen. Und genau diese erlebt der Besucher in Bandera. In dem beschaulichen Ort sind noch richtige Cowboys zu Hause.

Es gibt kaum einen Bewohner, dessen Outfit nicht aus Jeans, Karohemd, Halstuch, Stiefeln und Cowboyhut besteht. Und wer auf seinem Pferd durch die Stadt reitet, sorgt für weniger Aufsehen als jemand, der mit vielen Pferdestärken unter der chicen Motorhaube durch die Straßen fährt.

Die gelebte Wild-West-Tradition kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass von Landwirtschaft und Viehzucht alleine auch ein waschechter Cowboy heutzutage kaum noch leben kann. Die große Liebe zu ihrem Lebensstil nutzen die Einwohner von Bandera deshalb für den Tourismus. Und so kann der Besucher in das Leben der Cowboys eintauchen und ein wenig daran teilhaben.

Ganz im Stil der guten alten Zeit übernachtet der Besucher in einer Holzhütte auf einer Ranch und genießt sein Essen am Lagerfeuer. Tagsüber kann er mit dem Gastgeber durch die Prärie reiten und die Gegend erkunden. Abends klingt der Tag dann ganz stilecht im authentischen Saloon aus. Klar, dass handgemachte Countrymusik von einer Liveband dabei für die richtige Stimmung sorgt und den Besucher für das eine oder andere Tänzchen auf die Tanzfläche lockt.

Der beeindruckende Big-Bend-Nationalpark

Schon früh morgens wird es Zeit, die Pferde zu satteln und sich auf den Weg zu machen. Denn die letzte Station unserer kleinen Texas-Tour befindet sich knapp 400 Meilen von Bandera entfernt. Mit einer Fläche von rund 3.200 Quadratkilometern ist der Big-Bend-Nationalpark einer der größten Nationalparks in den USA.

Durch den Park schlängelt sich der Rio Grande. Der legendäre Strom ist gleichzeitig ein Teil der Grenze zu Mexiko. Interessiert sich der Besucher für die Natur und die Tierwelt oder wandert er gerne, wird er sich im Nationalpark im Paradies wähnen. Denn der Park hat für jeden Geschmack das Richtige zu bieten.

Der Besucher kann sich beispielsweise ein Kajak leihen und auf dem Rio Grande paddeln. Dabei führt ihn sein Weg nicht nur durch faszinierende Landschaften. Stattdessen entdeckt er vielleicht heimische Tiere. Im Nationalpark sind beispielsweise Rotluchse, Kojoten und mehrere Geierarten zu Hause. Mit etwas Glück sichtet der Besucher sogar einen Puma. Ist der Besucher lieber an Land unterwegs, kann er auf seinem Streifzug durch den Park Höhenunterschiede von bis zu 1.800 Metern überwinden. Das ist zwar körperlich anstrengend, doch dafür ist der Besucher Mutter Natur ganz nah.

Die Liste an möglichen Zielen im Nationalpark ist lang. Wunderschön ist beispielsweise der Window Trail. Hierbei handelt es sich um einen Wanderweg, der den Besucher mit herrlichen Ausblicken auf den Nationalpark belohnt. Das Besondere an diesem Wanderweg ist, dass er auch für weniger trainierte Wanderer und selbst für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Mindestens genauso schön ist der Lost Mine Trail. Er führt mitten durch die Natur, vorbei an dichten, sattgrünen Pinienwäldern und bizarren, imposanten Felsformationen. Einige Abschnitte sind jedoch ziemlich steil.

Ein echtes Highlight wiederum ist der Boomerang Trip. Der Wasserweg führt zum Santa Elena Canyon. Einzigartig ist der Weg deshalb, weil der Besucher zuerst bergauf paddelt, um dann am anderen Ende des Canyons wieder bergab zu fahren. Jedenfalls sollte der Besucher genug Zeit für den Big-Bend-Nationalpark einplanen. Denn es wäre wirklich schade, wenn er die grandiosen Landschaften nur im Vorbeihetzen auf sich wirken lassen könnte.

Damit endet unsere kleine Tour durch Texas. Vielleicht konnten wir die Reiselust ja ein wenig wecken. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. In diesem Sinne: „Yee-haw!“ und „Howdie!“

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