Aktuelle Infos für die Einreise ab 2018 in die USA, 1. Teil

Aktuelle Infos für die Einreise ab 2018 in die USA, 1. Teil

Wer in die USA reisen möchte, muss eine ganze Reihe an Formalitäten erledigen. Welche das sind, erklären wir in einem zweiteiligen Beitrag.

Ob lange geplanter Aufenthalt, eher spontane Reise oder kurzfristiger Trip nach einem echten Last-Minute-Schnäppchen: Ohne Genehmigung ist eine Einreise in die USA unmöglich.

In einigen Fällen muss zuvor sogar ein Visum beantragt werden. Und ob der Reisende auch wirklich einreisen kann, entscheidet sich letztlich erst nach der Landung am US-amerikanischen Flughafen.

Doch keine Sorge: Was im ersten Moment etwas beängstigend und vor allem ziemlich kompliziert klingt, ist in der Praxis halb so wild. In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir aktuelle Infos für die Einreise in die USA zusammen und erklären ausführlich, worauf es zu achten gilt. Los geht’s dabei mit den Maßnahmen, die schon vor dem Reiseantritt auf dem Programm stehen.

 

Die Reisedokumente

Für die Einreise in die USA braucht der Reisende einen gültigen Reisepass. Dieser muss maschinenlesbar sein. Der bordeauxrote Europapass, der schon seit 2005 in Deutschland ausgestellt wird, ist ein maschinenlesbarer Reisepass. Seit März 2017 gibt es in Deutschland eine neue Generation von Reisepässen. Mit Blick auf die Einreise in die USA ändert sich für den Reisenden durch den neuen Reisepass aber nichts.

Der Reisepass, mit dem der Reisende in die USA einreist, muss während der gesamten Reisedauer und mindestens einschließlich des Tages, an dem der Reisende wieder aus den USA ausreist, gültig sein. Früher gab es die Regelung, dass der Reisepass über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate lang gültig sein musste.

Diese Regelung gibt es inzwischen nicht mehr. Denn Deutschland ist Mitglied des sogenannten Six Month Club. Damit gehört Deutschland zu den Ländern, deren Staatsangehörige nur einen Reisepass brauchen, der für die Reisedauer gültig ist.

Hat der Reisende keinen gültigen Reisepass, kann er sich für seine USA-Reise auch einen vorläufigen Reisepass ausstellen lassen. In diesem Fall muss er aber ein Visum beantragen. Die Einreise mit dem Personalausweis ist nicht möglich. Und: Jeder Reisende braucht einen eigenen, gültigen Reisepass. Das gilt auch für Kinder.

 

Das Visa Waiver Programm

Als deutscher Staatsangehöriger kann der Reisende am sogenannten Visa Waiver Programm teilnehmen. Dieses Programm ermöglicht die Einreise in die USA, ohne dass dafür ein Visum beantragt werden muss. Allerdings braucht der Reisende eine elektronische Einreiseerlaubnis.

Dafür muss er sich spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt im System des Departments of Homeland Security registrieren. Die Registrierung erfolgt über die offizielle Internetseite. Dort ist das entsprechende Formular hinterlegt. Und keine Sorge: Das Formular ist auch auf Deutsch verfügbar.

Das Ausfüllen sollte also kein Problem sein. Wichtig ist aber, dass der Reisende das Formular sorgfältig durcharbeitet und darauf achtet, dass alle Angaben korrekt sind. Andernfalls bringt ihm die Einreiseerlaubnis nichts.

Für den Antrag muss der Reisende 14 US-Dollar bezahlen, entweder per Kreditkarte oder Paypal. Ist die Zahlung erfolgt und sind die Daten überprüft, wird die Einreiseerlaubnis im Normalfall umgehend erteilt. Der Reisende sollte sich die Genehmigung dann ausdrucken, zu seinen Reiseunterlagen nehmen und gut aufbewahren.

Denn die Einreiseerlaubnis bleibt zwei Jahre lang gültig. Besucht der Reisende die USA innerhalb von zwei Jahren mehrfach, muss er also nicht jedes Mal eine neue Genehmigung beantragen. Nur wenn sich an den Daten etwas geändert hat, wird schon vor Ablauf der zwei Jahre eine neue Einreiseerlaubnis notwendig.

Aber: Möchte der Reisende länger als drei Monate in den USA bleiben oder hat er nur einen vorläufigen Reisepass, kann er das Visa Waiver Programm nicht nutzen. Gleiches gilt, wenn er deutscher Staatsbürger ist und zusätzlich dazu auch die Staatsbürgerschaft vom Iran, Irak, von Syrien oder vom Sudan hat. Oder wenn er sich nach dem 1. März 2011 in den Ländern Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen oder Somalia aufgehalten hat.

 

Das Visum für die Einreise in die USA

Kann der Reisende nicht am Visa Waiver Programm teilnehmen, muss er ein Visum beantragen, damit er in die USA einreisen kann. Den Antrag auf das Visum kann der Reisende online auf der Internetseite des GCI Federal vorbereiten. Dazu muss sich der Reisende registrieren, die richtige Art des Visums auswählen und die dazugehörigen Formulare ausfüllen.

Ist das alles erledigt, findet ein persönliches Interview in der US-Botschaft in Berlin, Frankfurt oder München statt. Die Gebühren für das Visum belaufen sich je nach Typ auf 160 bis 200 US-Dollar. Hat alles geklappt, wird dem Reisenden sein Visum zugeschickt.

 

Das APIS-Formular

Noch bevor der Reisende in die USA einreist, werden seine Daten durch den Advance Passenger Information Service, kurz APIS, überprüft. Die dazugehörigen Daten, zu denen der Name, die Nationalität, die Nummer des Reisepasses und die Anschrift während des Aufenthalts in den USA gehören, fragt die Fluggesellschaft beim Einchecken ab und übermittelt sie anschließend.

Meist bekommt der Reisende dafür schon bei der Buchung der Reise oder des Fluges ein Formular vom Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft ausgehändigt. Dieses Formular muss er ausfüllen und entweder online übermitteln oder ausgedruckt am Check-in-Schalter vorlegen. Beim Einchecken werden zusätzlich zum Formular auch der Reisepass und das Rückflugticket kontrolliert. Da die Daten zur Abwehr von Terror und Kriminalität bestimmt sind, können sie bis zu 15 Jahre lang gespeichert bleiben.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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