Strom und Steckdosen in den USA

Strom und Steckdosen in den USA

In den USA hat das Stromnetz eine andere Spannung und eine andere Frequenz als hierzulande. Die Stecker und die Steckdosen haben ebenfalls eine andere Form.

Was das für den Betrieb von europäischen Elektrogeräten in den USA bedeutet, erklärt dieser Beitrag.

Der Strom in den USA

In Deutschland hat das Stromnetz eine Spannung von 220 Volt. Strenggenommen ist die Spannung sogar noch höher, denn sie wurde auf 230 bis 240 Volt erhöht. Im Unterschied dazu beträgt die Spannung in den USA nur 110 Volt bis 120 Volt. Die Frequenz ist ebenfalls eine andere. Während hierzulande 50 Hertz üblich sind, sind es in den USA nämlich 60 Hertz.

Ein wirkliches Problem sind die unterschiedlichen Stromnetze aber nicht. Kaum ein Hersteller produziert getrennt für den europäischen und den US-amerikanischen Markt. Stattdessen sind die Geräte meist so konzipiert, dass sie mit beiden Spannungen und Frequenzen umgehen können. Nur der Stecker am Ende des Kabels wird danach ausgewählt, für welchen Markt das Gerät bestimmt ist.

 

Der Adapter für den Betrieb

Auf einem Elektrogerät befindet sich in aller Regel eine Angabe zur Betriebsspannung. Steht dort etwas wie „110-240 V~ / 50-60 Hz“ ist das der Hinweis darauf, dass das Gerät in beiden Stromnetzen betrieben werden kann. In diesem Fall genügt ein einfacher Adapter, der dafür sorgt, dass der europäische Stecker in die US-amerikanische Steckdose passt.

Aber Vorsicht: Nicht alle Geräte passen sich automatisch an. Einige Geräte müssen manuell von 240 Volt auf 110 Volt umgestellt werden. Dafür haben sie irgendwo einen kleinen Schalter, der gedrückt, verschoben oder mit einem flachen Gegenstand wie einer Münze gedreht werden muss.

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Ein Spannungsumwandler für nicht umschaltbare Geräte

Unterstützt ein Gerät nur 240 Volt, reicht ein einfacher Adapter nicht aus. Stattdessen wird zusätzlich ein Spannungsumwandler benötigt, der die Leistung reduziert und am besten gleichzeitig auch die Frequenz anpasst. Dabei wird bei den Spannungsumwandlern zwischen einem Converter und einem Transformer unterschieden.

Der Converter wird für elektrische Geräte wie beispielsweise den Rasierapparat verwendet, der Transformer für elektronische Geräte wie etwa den Computer. Ein Spannungsumwandler ist allerdings recht unhandlich und schwer. Zudem ist er vergleichsweise teuer und verbraucht selbst ebenfalls Strom. Insofern sollte abgewogen werden, ob es wirklich notwendig und sinnvoll ist, ein Gerät mit in die USA zu nehmen, das neben einem Adapter auch noch einen aktiven Trafo braucht.

Umgekehrt sollte natürlich auch beim Kauf von Geräten in den USA darauf geachtet werden, dass sie beide Betriebsspannungen vertragen und somit zu Hause ohne Trafo auskommen.

Adapter und Trafos für Geräte und Ladegeräte sollten am besten vor Reiseantritt hierzulande gekauft werden. Denn in den USA sind sie oft schwer zu bekommen. Hier gibt es eher Adapter und Spannungsumwandler, die benötigt werden, wenn Geräte aus den USA für den Betrieb in ausländischen Stromnetzen ausgerüstet werden sollen. Ratsam ist außerdem, sich eine Steckdosenleiste oder einen Mehrfachadapter zuzulegen. Auf diese Weise reicht ein Adapter für alle Geräte aus.

Die Steckdosen in den USA

Während hierzulande eine Steckdose in der Wand versenkt ist, schließt sie in den USA bündig mit der Wand ab. Dadurch sitzt der Stecker zwar etwas lockerer. Wenn jemand versehentlich über ein Kabel stolpert, reißt er aber nur den Stecker aus der Steckdose und nicht gleich die ganze Steckdose aus der Wand. Beides hat also durchaus seine Vor- und seine Nachteile.

Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in den USA Stecker mit und ohne Schutzkontakt. Allerdings sehen die Stecker anders aus als bei uns. So gibt es hierzulande als Anschlussstecker einmal die Flachstecker ohne Erdung und einmal die dicken, runden Stecker, bei denen die beiden Metallklammern am Gehäuse als Schutzkontakte dienen.

In den USA hingegen tragen die Stecker die Bezeichnung NEMA in Kombination mit einer Zahl:

  • NEMA-1 sind Anschlussstecker ohne Schutzkontakt. Sie haben zwei flache Kontaktstifte, die parallel nebeneinander angeordnet sind.
  • NEMA-5 sind Anschlussstecker mit Schutzleiter. Dieser besteht aus einem runden Kontaktstift, der mittig über den beiden flachen Kontaktstiften angeordnet ist. Anders als hierzulande hat der Schutzkontaktstecker in den USA also keine Metallklammern, sondern einen dritten Kontaktstift.

Daneben gibt es noch Stecker namens NEMA-6. Sie werden aber nur bei Großgeräten verwendet, die mit 240 Volt betrieben werden.

Die Steckdosen in den USA sind üblicherweise NEMA-5-Steckdosen. Sie haben also drei Löcher. Angeschlossen werden können aber Stecker mit und ohne Schutzkontakt. Sollte ein US-amerikanischer Flachstecker nicht richtig in die Steckdose passen, kann das Problem übrigens meist gelöst werden, indem der Stecker einmal umgedreht wird. Mitunter sind die beiden Kontaktstifte nämlich unterschiedlich breit.

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Redaktion

Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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