Infos & Tipps zum U-Bahn-Fahren in New York, Teil 2

Infos & Tipps zum U-Bahn-Fahren in New York, Teil 2

Das New Yorker U-Bahn-Netz ist eines der ältesten und größten der Welt. 25 Linien und rund 500 Stationen stellen sicher, dass nahezu jedes Ziel in der Metropole problemlos erreichbar ist. Um New York zu erkunden, ist die U-Bahn außerdem die kostengünstigste Möglichkeit. Die Größe der New York City Subway, so der offizielle Name der New Yorker Metro, kann allerdings verwirrend sein. Hinzu kommen ein paar Besonderheiten, die es zu beachten gilt.

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Infos & Tipps zum U-Bahn-Fahren in New York, Teil 2

Damit vor Ort alles gut klappt, geben wir in einem ausführlichen Ratgeber Infos und Tipps zum U-Bahn-Fahren in New York. Dabei haben wir in Teil 1 erklärt, welche Fahrkarten es gibt, welches Ticket wann die richtige Wahl ist, ob sich mehrere Personen eine Fahrkarte teilen können und ob es möglich ist, mit einem Ticket umzusteigen.

Hier ist Teil 2!:

Wo und wie kann der Tourist eine Fahrkarte kaufen oder aufladen?

In jedem New Yorker U-Bahnhof stehen Automaten, an denen sich der Tourist ein Ticket kaufen oder seine schon vorhandene Metro Card aufladen kann. Es gab auch die Möglichkeit, die Metro Card schon im Vorfeld von Deutschland aus online zu bestellen. Seit einiger Zeit ist das aber nicht mehr möglich.

Deshalb bleibt dem Touristen keine andere Wahl, als vor Ort einen Automaten anzusteuern. Das macht aber nichts, denn die Fahrkarten-Automaten sind recht einfach zu bedienen.

Der Fahrgast geht wie folgt vor:

  1. Das gewünschte Ticket auswählen

Zunächst sucht der Fahrgast die Sprache aus. Meistens stehen Englisch, Spanisch und Französisch zur Auswahl. Ein Menü in Deutsch ist nur an den wenigsten Automaten verfügbar.

Danach entscheidet der Fahrgast zwischen einem Einzelticket (Single Ride) und einer Metro Card. Drückt er auf die Metro Card, erscheint als nächstes die Auswahl, ob er eine neue Fahrkarte kaufen (Get new card) oder eine vorhandene Fahrkarte aufladen (Refill your card) möchte.

Variante 1: Neue Fahrkarte kaufen

Bei einer neuen Metro Card kann der Tourist zwischen einer Regular Metro Card und Unlimited Ride wählen. Hinter Unlimited Ride verbirgt sich die 7-Tage-Karte, mit der der Tourist beliebig viele Fahrten unternehmen kann.

Die reguläre Metro Card ist eine aufladbare Fahrkarte. Entscheidet sich der Fahrgast dafür, lädt er entweder ein Zeit- oder ein Geld-Guthaben auf.

Variante 2: Guthaben auf die Metro Card laden

Beim Aufladen der Fahrkarte hat der Fahrgast wieder zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Er kann nämlich entscheiden, ob er Zeit (Add time) oder Geld (Add value) aufladen will.

Wählt er die Zeit, gibt er die gewünschte Anzahl an Tagen an. Für diesen Zeitraum ist die Fahrkarte dann gültig. Lädt er Geld auf, kann er zwischen mehreren Beträgen wählen oder selbst einen Betrag eintippen.

Anschließend kann er so viele Fahrten unternehmen, bis das Guthaben auf der Karte verbraucht ist. Danach oder auch zwischendurch kann er frisches Guthaben hinzufügen.

  1. Das Bezahlen

Um zu bezahlen, stehen die Möglichkeiten Cash (bar), ATM Card (Bankkarte) und Credit Card (Kreditkarte) zur Auswahl. Die Barzahlung ist allerdings nicht an allen Automaten verfügbar. Am einfachsten ist die Zahlung per Kreditkarte, denn anders als Bankkarten funktionieren Kreditkarten immer.

Für die Zahlung steckt der Tourist seine Kreditkarte in den dafür vorgesehen Schlitz. Anschließend wartet er ab, bis auf dem Display die Aufforderung Remove your credit card erscheint. Dann entnimmt er die Kreditkarte wieder.

Als nächstes steht auf dem Display: Please enter your ZIP code and press ENTER on the keypad below. Damit ist gemeint, dass der Tourist nun seine Postleitzahl eintragen soll. Wohnt er nicht in den USA, tippt er am besten 00000 oder 99999 ein.

Er kann aber auch die Postleitzahl seines Hotels oder eine beliebige Zahlenkombination eingeben. Wichtig ist letztlich nur, dass es sich sich um eine fünfstellige Zahlenkombination handelt.

Zum Schluss wird der Tourist noch gefragt, ob er einen Beleg (receipt) haben will. Damit ist der Vorgang abgeschlossen und der Tourist kann seine Fahrkarte nehmen und losfahren.

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Worauf sollte der Tourist beim U-Bahn-Fahren in New York achten?

Die New Yorker Metro wurde zwischen 1904 und 1940 gebaut. Der Großteil der U-Bahnhöfe macht den Eindruck, als wäre die Zeit seitdem stehengeblieben. Vielen Stationen ist das Alter deutlich anzusehen und vor allem im Sommer ist es oft stickig. Auch die Bahnen haben meist schon einige Jahre auf dem Buckel. Dafür sind sie aber mit guten Klimaanlagen ausgestattet.

Doch selbst wenn die U-Bahn in New York ziemlich altmodisch daherkommt, ist sie ein überaus praktisches Verkehrsmittel. Außerdem ist das U-Bahn-Fahren ein echtes Erlebnis, das zu einem Aufenthalt in New York einfach dazugehört.

Ein paar Tipps möchten wir allen Touristen aber noch mit auf den Weg geben:

Die Fahrtrichtung

Der Tourist sollte wissen, in welche Richtung er fahren will. Davon hängt nämlich ab, welchen Eingang er nehmen muss, um auf den richtigen Bahnsteig zu kommen. In Manhattan ist außen angeschrieben, ob die Züge nach Norden (Uptown) oder in Richtung Süden (Downtown) fahren.

Es kann schnell passieren, dass sich der Tourist vertut und auf dem verkehrten Bahnsteig wiederfindet. Ärgerlich ist das, wenn er das Drehkreuz schon passiert hat.

Denn auf der Metro Card ist die Gebühr für die Fahrt dann schon abgezogen und bei einer 7-Tage-Karte muss der Tourist 18 Minuten warten, bis er das Ticket an der gleichen Station noch einmal benutzen kann.

Wendet sich der Tourist an einen Service-Mitarbeiter und erklärt ihm das Versehen, wird der Mitarbeiter oft ein Auge zudrücken und den Touristen auf den richtigen Bahnsteig lassen. Aber dafür muss der Tourist erst einmal einen Mitarbeiter finden. Besser ist also, wenn er von vorneherein auf die richtige Fahrtrichtung achtet.

Die Station

In moderneren Zügen gibt es eine Anzeigetafel, auf der die jeweilige Station ausgeschrieben ist. Doch in vielen Wagen fehlt so eine Tafel. Die Stationen werden zwar auch durchgesagt, nur ist die Durchsage nicht immer gut zu hören und zu verstehen. Dafür ist in den Bahnhöfen selbst immer sehr deutlich zu erkennen, um welche Station es sich handelt.

Der Tourist sollte bei seiner Fahrt deshalb regelmäßig aus dem Fenster schauen und im Blick behalten, wo er sich gerade befindet. So kann er sicherstellen, dass er die Station, zu der er möchte, nicht verpasst.

Sitzplätze

Wirklich leer sind die U-Bahnen in New York nie. Und in aller Regel sind die Wagen in der Mitte des Zuges besonders voll. Möchte der Tourist seine Chancen auf einen Sitzplatz erhöhen, sollte er deshalb entweder ziemlich vorne oder ganz hinten einsteigen.

Außerdem sollte der Tourist die Stoßzeiten möglichst meiden. Zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr sind die U-Bahnen sehr stark frequentiert.

Gepäck und Kinderwagen

Hat der Tourist viel Gepäck dabei, ist die U-Bahn oft nicht unbedingt die beste Wahl. Denn an den wenigsten Stationen gibt es Rolltreppen oder einen Fahrstuhl. Außerdem kann es schwierig werden, mit einem größeren Koffer durch das enge Drehkreuz zu kommen.

Für solche Fälle gibt es zwar immer einen Emergency- oder Service-Eingang. Er ist auch für Fahrgäste vorgesehen, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Der Tourist muss aber in aller Regel einen Service-Mitarbeiter ansprechen, bevor er diesen Eingang nutzen kann.

Local und Express Trains

Auf einigen Strecken verkehren sowohl Local als auch Express Trains. Express Trains sind Schnellzüge, die nur an ausgewählten Stationen anhalten. Der Tourist kommt so deutlich schneller ans Ziel. Vorausgesetzt natürlich, der Zug hält an der Station, zu der der Tourist will.

Für eine normale Erkundungstour durch die Stadt sind die Local Trains meist die bessere Wahl. Denn sie stoppen an jedem Bahnhof, der auf ihrer Strecke liegt.

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Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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