Euro in Dollar wechseln für Bargeld in den USA – Infos und Tipps

Euro in Dollar wechseln für Bargeld in den USA – Infos und Tipps

Die USA sind zwar ein Land der Kreditkarte und selbst bei Kleinstbeträgen wird gerne die Plastikkarte gezückt. Trotzdem ist es sinnvoll, etwas Bargeld in der Tasche zu haben. Doch damit stellt sich die Frage, wie sich der Reisende mit Bargeld versorgen und wie er Euro in Dollar wechseln kann.

Euro in Dollar wechseln für Bargeld in den USA - Infos und Tipps

Dazu haben wir Infos und Tipps zusammengestellt!:

Der Unterschied zwischen dem Sorten- und dem Devisenkurs

Wer sich im Internet über den aktuellen Dollarkurs informiert, stößt in aller Regel auf den Devisenkurs. Der Devisenkurs beziffert den Gegenwert, wenn im Ausland Geld abgehoben oder eine Zahlung mit der Kreditkarte getätigt wird.

Tauscht der Reisende seine Euros zum Beispiel bei der Hausbank in Dollar um, erhält er hingegen den schlechteren Sortenkurs. Der Sortenkurs gibt an, zu welchem Kurs der Anbieter Fremdwährungen, die sogenannten Sorten, verkauft.

Die heimische Bank stellt außerdem in aller Regel noch Gebühren für den Devisentausch in Rechnung, die teilweise recht hoch ausfallen. Deshalb sollte sich der Reisende vorab nur mit US-Dollar für die ersten Tage eindecken und sich den größeren Teil des Bargelds vor Ort in den USA besorgen.

Vorab US-Dollar bestellen

Eine kostengünstige Möglichkeit, um Bargeld für die ersten Tage in den USA zu kaufen, ergibt sich über Anbieter wie Travelex. Travelex gehört zu den führenden Anbietern von Fremdwährungen. Über die Homepage kann der Reisende die Menge an Geld bestellen, die er benötigt.

Gegen eine Gebühr von 8,50 Euro liefert ein Kurier das Bargeld dann am Wunschtag nach Hause. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Reisende das Geld zum Online-Kurs bestellt und anschließend selbst in einer der gut 1.000 Filialen weltweit abholt. Die Filialen befinden sich sehr oft an Flughäfen.

Tipp:

Hat der Reisende vor, in den USA größere Zahlungen mit der Kreditkarte zu tätigen, sollte er sich vorab mit ausreichend Bargeld eindecken. Denn wenn er vor Ort auch noch Geld abheben möchte, kann es passieren, dass er das Limit seiner Kreditkarte überschreitet. Dabei gilt zu beachten, dass Bargeldbeträge über 10.000 US-Dollar bei der Einreise angemeldet werden müssen.

Travellerschecks nutzen

Eine andere Möglichkeit ist, dass sich der Reisende Travellerschecks besorgt. Diese Schecks werden von American Express herausgegeben und sind bei der Hausbank erhältlich. Der Reisende kauft die Schecks zum aktuellen Dollarkurs der Bank, die ihm daraufhin die Travellerschecks im entsprechenden Gegenwert ausstellt. Möglich sind dabei Schecks im Wert von 10, 20, 50 und 100 US-Dollar.

Die Reiseschecks sind unbegrenzt gültig, aber nicht übertragbar. Deshalb muss der Reisende die Schecks auch unterschreiben, wenn sie ihm ausgehändigt werden. Beim Bezahlen legt der Reisende dann seinen Ausweis vor und unterschreibt den Scheck vor den Augen des Verkäufers ein zweites Mal.

Ein Pluspunkt der Travellerschecks liegt darin, dass sie innerhalb von 24 Stunden ersetzt werden, falls sie abhanden kommen sollten. Allerdings muss der Reisende dafür angeben, wie die Nummern der verlorenen Schecks lauten. Es macht also Sinn, entsprechend Buch zu führen.

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In den USA kann der Reisende seine Travellerschecks in jeder Bank gebührenfrei in Bargeld eintauschen. Er kann damit aber auch direkt bezahlen, ebenfalls ohne Gebühren. Übersteigt der Wert des Schecks die Rechnungssumme, bekommt der Reisende das Wechselgeld in bar.

In den USA Bargeld beziehen

Die Banken in den USA tauschen in aller Regel keine Euros in Dollar um. Möchte der Reisende sein Geld wechseln, muss er stattdessen in eine Wechselstube (auf Englisch: Currency Exchange) gehen. Allerdings können hier die Gebühren recht hoch sein. Besser ist deshalb, wenn sich der Reisende Dollarnoten mit seiner Kreditkarte an einem Geldautomaten auszahlen lässt.

Inzwischen nehmen viele Geldautomaten in den USA auch die Girocard (früher EC-Karte) an, wenn sie das Maestro-Zeichen hat. Bei jeder Auszahlung werden aber hohe Gebühren fällig, entweder als Pauschale oder anteilig als bestimmter Prozentsatz vom Auszahlbetrag. Daher sollte die Girocard nur die Notlösung sein.

Bezahlt der Reisende einen Einkauf mit der Kreditkarte, kann er den Betrag außerdem aufrunden und sich das Wechselgeld in bar auszahlen lassen. Auf diese Weise spart er sich die Kosten für Bargeldabhebungen. Hat der Reisende Travellerschecks, kann er sie natürlich ebenfalls einlösen.

Die Dollarnoten und Münzen

Bleibt noch die Frage, was für Bargeld es in den USA überhaupt gibt. Wie hierzulande der Euro teilt sich auch der US-Dollar in Scheine und in Münzen.

Die Dollarscheine stückeln sich in 1-, 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Dollar-Noten. Es gibt zwar auch einen 2-Dollarschein, allerdings ist er selten und in erster Linie für Sammler interessant. Banknoten über 100 US-Dollar werden ungern angenommen und manchmal sogar abgelehnt.

Im Alltag spielen daher eigentlich nur die Banknoten bis 50 Dollar eine Rolle. Scheine mit einem Wert über 100 Dollar werden seit 1946 nicht mehr ausgegeben. Sie sind zwar nach wie vor gültig, bleiben aber Banken und Sammlern vorbehalten.

Alle Dollarnoten haben das gleiche Format und sind auf der Rückseite grün. Im Volksmund heißen sie deshalb auch Greenbacks. Daneben werden der Dollar Buck und die Scheine nach den Präsidenten oder Persönlichkeiten benannt, die darauf abgebildet sind.

Die 1-Dollarnote ziert zum Beispiel George Washington, auf dem 5-Dollarschein ist Abraham Lincoln zu sehen und der 100-Dollarschein zeigt Benjamin Franklin.

Münzen gibt es in den Stückelungen 1 Cent (Penny), 5 Cent (Nickel), 10 Cent (Dime), 25 Cent (Quarter), 50 Cent (Half) und 1 Dollar (Buck). Die meisten Münzautomaten in den USA funktionieren ausschließlich mit 25-Cent-Münzen. Der Reisende ist deshalb gut beraten, wenn er diese Münzen eifrig sammelt, solange er sich in den USA aufhält.

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Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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