Das gehört in die Reiseapotheke für die USA

Das gehört in die Reiseapotheke für die USA

Knackige Kälte und Schnee in Alaska, glühende Hitze in der Wüste Utahs, kontinentales Klima an den Küsten in der Mitte und feucht-heißes, subtropisches Wetter in den Südstaaten: So unterschiedlich wie die Klimazonen in den USA sind, so unterschiedlich wird auch der Inhalt im Koffer aussehen. Gleiches gilt für die Reiseapotheke. Sie sollte ebenfalls das Reiseziel und natürlich die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigen.

Das gehört in die Reiseapotheke für die USA

Das gehört in die Reiseapotheke für die USA

Besondere Impfungen sind für eine Einreise in die USA derzeit nicht vorgeschrieben. Ob und in welcher Form der Reisende seinen Impfschutz auffrischen möchte, bleibt also seiner eigenen Entscheidung überlassen. Worauf er aber besser nicht verzichten sollte, ist seine Reiseapotheke.

Natürlich gibt es auch in den USA Ärzte, Apotheken und bestens sortierte Drogerien. Und Medikamente, die hierzulande erhältlich sind, dürften auch in den USA in der gleichen oder zumindest einer sehr ähnlichen Form erhältlich sein.

Doch den Urlaub mit der Suche nach geeigneten Arzneimitteln zu verbringen, wird wohl kaum im Interesse des Reisenden sein. Außerdem muss es manchmal schnell gehen. Und dann ist es gut, wenn das entsprechende Präparat direkt zur Hand ist.

Vorkehrungen für alle Krankheiten und Verletzungen zu treffen, die möglicherweise auftauchen könnten, ist schlicht unmöglich und auch gar nicht notwendig. Am besten ist, wenn sich der Reisende an seinen Hausarzt wendet.

Er kann dabei helfen, eine Reiseapotheke zusammenzustellen, die zum Reisenden passt und auf das Reiseziel abgestimmt ist.

Generell sollte der Reisende aber folgendes einpacken:

Verschreibungspflichtige Medikamente

Muss der Reisende regelmäßig Medikamente einnehmen, sollte er diese auf jeden Fall mitnehmen. Sinnvoll ist dabei, die Menge lieber etwas großzügiger zu kalkulieren.

Falls sich der Aufenthalt unerwartet verlängern sollte, ist der Reisende so auf der sicheren Seite. Denn auch wenn ein Arzneimittel in den USA unter dem gleichen Namen erhältlich ist, kann die Zusammensetzung etwas anders sein als in Europa.

Wichtig ist außerdem, dass sich der Reisende ein Attest von seinem Arzt ausstellen lässt. In dem Attest muss aufgeführt sein, welche Medikamente der Reisende in welcher Menge wofür benötigt. Hat der Reisende kein ärztliches Attest, kann es bei der Sicherheitskontrolle Probleme geben.

Verbandszeug

Plant der Reisende einen Roadtrip durch die USA, kann er sich am Verbandskasten vom Auto orientieren. Ansonsten sollte er ein paar Mullbinden, einige Pflaster und ein Desinfektionsmittel in seine Reiseapotheke tun.

Schmerzmittel

Anders als in Deutschland sind in den USA die altbekannten Schmerzmittel-Klassiker in Großpackungen in jeder Drogerie erhältlich. Nur hilft das dem Reisenden wenig, wenn er mitten während eines Ausflugs plötzlich starke Zahn- oder Kopfschmerzen bekommt.

Außerdem ist gut möglich, dass der Reisende nur bestimmte Schmerzmittel verwendet, weil er andere Präparate nicht verträgt. Eine kleine Menge sollte er deshalb in seiner Reiseapotheke haben.

Medikamente bei einer Erkältung

Der lange Flug und die Zeitverschiebung, das neue Klima, aber auch der ständige Wechsel zwischen warmen Außentemperaturen  und Räumen, in denen die Klimaanlage auf Hochtouren läuft, kann das Immunsystem auf eine harte Probe stellen.

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Eine kleine Erkältung bleibt dann oft nicht aus. Um sie schnell in den Griff zu bekommen, ist es praktisch, wenn sich Halstabletten, Hustensaft und eventuell Nasenspray in der Reiseapotheke befinden. Auch ein fiebersenkendes Medikament kann nützlich sein.

Übrigens: Wenn der Reisende gerne ein Erkältungsbad nimmt, sollte er ein Fläschchen davon besser aus Deutschland mitbringen. Denn in den USA sind Erkältungsbäder kaum erhältlich.

Präparat gegen Übelkeit und Durchfall

Der Flug, lange Autofahrten oder Bootstouren können Reiseübelkeit hervorrufen. Die ungewohnte Kost kann den Magen-Darm-Trakt herausfordern. Ein Mittel, das bei Übelkeit und Durchfall hilft, gehört deshalb zur Grundausstattung der Reiseapotheke.

Mittel bei Sportverletzungen und Insektenstichen

Eine kühlende und schmerzstillende Salbe bei Zerrungen und stumpfen Verletzungen sowie ein Gel zur Behandlung von Insektenstichen machen die Reiseapotheke komplett.

Aber Achtung:

Mittel zur Insektenabwehr, die hierzulande gut wirken, können gegen die kleinen Biester in Übersee nutzlos sein. Einen größeren Vorrat muss der Reisende deshalb nicht mitnehmen. Salben und Gele, die auf die heimische Tierwelt abgestimmt sind, sollte sich der Reisende besser vor Ort besorgen.

An diese Hygieneartikel sollte gedacht werden

Ob Duschgel und Shampoo, Zahnpasta und Hautcreme oder Sonnenmilch: Solche Kosmetikprodukte sind selbstverständlich auch in den USA überall erhältlich. Neigt der Reisende aber zu Allergien, verträgt er nur bestimmte Produkte oder möchte er im Urlaub nicht auf seine gewohnte Pflege verzichten, sollte er seine Kosmetika besser mitnehmen.

Ähnlich sieht es mit den Hygieneartikeln für Damen aus. Binden und Tampons, aber auch Verhütungsmittel, die in den USA auf dem Markt sind, unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Produkten hierzulande. Damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, kann ein kleiner Vorrat deshalb nicht schaden.

Die wichtigen Medikamente ins Handgepäck, alles andere in den Koffer

Medikamente, die der Reisende einnehmen muss, sollte er zusammen mit dem ärztlichen Attest ins Handgepäck nehmen. Sollte der Koffer verloren gehen oder verspätet ankommen, ist so zumindest de medizinische Versorgung sichergestellt.

Ansonsten sollte er sowohl die Reiseapotheke als auch den Kulturbeutel in den Koffer packen. Flüssigkeiten und Cremes dürfen ohnehin nur mit in die Kabine, wenn sie in einem durchsichtigen Plastikbeutel transportiert werden und nicht mehr als 100 Milliliter umfassen.

Viele andere Dinge wie zum Beispiel eine kleine Nagelschere sind zwar nicht verboten, können aber zu unnötigen Problemen bei der Sicherheitskontrolle führen. Damit die Einreise stressfrei abläuft, sollte der Reisende deshalb alles, was er während des Fluges nicht unbedingt braucht, lieber gleich im Koffer lassen.

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Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

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