Das faszinierende Alaska, Teil 2

Das faszinierende Alaska, Teil 2

Eine atemberaubend schöne, ursprüngliche und wilde Natur – sie ist es, die Alaska zu einem echten Sehnsuchtsziel macht. Natürlich haben karibisches Sonnenscheinwetter, palmengesäumte Sandstrände und pulsierende Metropolen ihren Reiz. Doch der 49. Bundesstaat der USA braucht das alles nicht, um den Reisenden zu verzaubern und ihm regelmäßig ein “Wow!” zu entlocken.

Das faszinierende Alaska, Teil 2

In einem zweiteiligen Beitrag machen wir einen kleinen Streifzug durch das faszinierende Alaska.

Dabei haben wir in Teil 1 einen kurzen Blick auf die Geschichte geworfen und in Anchorage, Juneau und auf Kodiak Island Halt gemacht. Jetzt, in Teil 2, schauen wir uns die berühmten Nationalparks an:

Der Denali Nationalpark

Die vermutlich berühmteste Sehenswürdigkeit in Alaska ist der Denali Nationalpark. Immerhin steht hier mit dem Mount McKinley der höchste Berg Nordamerikas, der zugleich den Mittelpunkt des Nationalparks bildet. Erfahrene Bergsteiger können seinen Gipfel erklimmen.

Von Fairbanks aus, Alaskas größter Stadt im Hinterland, sind es etwa zwei Autostunden bis zum Denali Nationalpark. Dabei gibt es nur eine einzige Straße, die hierher führt, nämlich den Alaska Highway. Der Nationalpark ist von Mai bis September täglich zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet zehn US-Dollar und beinhaltet einen Pass, der sieben Tage lang gültig ist. Mit seinem Auto kann der Reisende nicht in den Park hineinfahren. Dafür gibt es aber Shuttlebusse, die den ganzen Tag über alle sehenswerten Plätze ansteuern.

Möchte der Reisende den Park nicht auf eigene Faust erkunden, kann er eine Jeep-Tour buchen. Begleitet von einem ortskundigen Guide, kann der Reisende so die wunderschöne Natur und die beeindruckende Tierwelt erleben. Ein ganz besonderes Erlebnis wiederum ist ein Rundflug mit einem kleinen Flieger. Bei dem etwa einstündigen Flug kann sich der Reisende den Nationalpark aus der Vogelperspektive anschauen.

Mit 340 bis 550 US-Dollar pro Person ist ein Rundflug nur leider alles andere als kostengünstig. Nicht minder eindrucksvoll – und auch für den kleinen Geldbeutel geeignet – ist ein Besuch des Husky Homestead.

Hier erfährt der Reisende alles Wissenswerte über die robusten und kraftvollen Schlittenhunde und kann erleben, wie die Vierbeiner samt Schlitten durch den Schnee rasen. Kann sich der Reisende hingegen für rasanten Wassersport begeistern, dürfte sein Herz bei einer Raftingtour höher schlagen.

Übernachten kann der Reisende im Nationalpark zum einen in chicen Holzhütten und luxuriösen Lodges. Zum anderen kann er sein Zelt auf einem der vielen Campingplätze im Park aufschlagen. Ist er ein echter Abenteurer, kann er auch mitten in der Natur zelten.

Dafür braucht er eine Sondergenehmigung, die er kostenfrei von den Rangern bekommt. Zuvor muss er aber ein Sicherheitstraining absolvieren, bei dem er lernt, wie er sich gegenüber den Tieren, die frei im Nationalpark umherstreifen, verhalten muss. Und mit etwas Glück kann er dann von seinem Zelt aus Bären, Karibus, Elche oder Wölfe beobachten.

Stichwort Polarlichter

Neben der grandiosen Natur ist Alaska ein perfekter Ort für ein weiteres Naturspektakel: die Polarlichter. Vor allem das Hinterland rund um Fairbanks eignet sich bestens, wenn der Reisende das einzigartige Farbenspiel am Himmel beobachten möchte.

In der weitläufigen Natur können die Polarlichter vor allem in den Winternächten ihre volle Pracht entfalten, nahezu ungestört von den Lichtern der Zivilisation. Ist der Reisende im Denali Nationalpark, kann er einen Guide oder Ranger nach einem Tipp für einen guten Platz fragen.

 

Der Glacier Bay Nationalpark

Der Denali Nationalpark besteht hauptsächlich aus Wäldern und Steppen. Im Unterschied dazu wartet der Glacier Bay Nationalpark mit beeindruckenden Gletschern und rauen Fjorden auf. Der gesamte Nationalpark, der sich nicht weg entfernt von Juneau befindet, steht unter Naturschutz und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Er hat das ganze Jahr über täglich von 10.30 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Allerdings ist der Nationalpark nur per Fähre oder Wasserflugzeug zu erreichen. Die Fähren sind von Mai bis September unterwegs. Deshalb eignen sich diese Monate auch besonders gut für einen Besuch.

Mit etwas Glück kann der Reisende vor Ort erleben, wie ein gigantischer Gletscher kalbt. So wird es genannt, wenn sich ein Eisbrocken löst und in der Gletscherbucht ins Wasser fällt. Neben dem Bild sorgt vor allem das einzigartige Geräusch bei diesem Vorgang für einen unvergesslichen Gänsehaut-Moment. Doch selbst wenn der Reisende dieses Naturereignis nicht erlebt, hält der Nationalpark spannende Aktivitäten bereit.

So kann der Reisende beispielsweise mit einem Boot durch die Gletscherbuchten schippern. Oder er kann eine Tour buchen, die ihn zu den Orten führt, an denen Robben, Buckelwale und Orkas zu Hause sind. Möchte er selbst aktiv werden, kann er wandern gehen oder Kajak fahren.

Im Nationalpark selbst gibt es nur ein einziges Hotel. In der Umgebung finden sich aber weitere Übernachtungsmöglichkeiten. Außerdem kann der Reisende auch im Glacier Bay Nationalpark in den Sommermonaten in der freien Natur campen.

Weitere Nationalparks in Alaska

Neben dem Denali und dem Glacier Bay gibt es in Alaska noch einige weitere Nationalparks, die einen Besuch wert sind. Dazu gehört zum Beispiel der Gates of the Arctic Nationalpark. Im Norden des Bundesstaates gelegen, ist er der zweitgrößte Nationalpark der USA.

Endlos weite, unberührte Landschaften und eine enorme Artenvielfalt sind die Highlights dieses Parks. Möchte der Reisende Wale beobachten, ist er im Kenai Fjords Nationalpark bestens aufgehoben. Der Nationalpark befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel. Besonders eindrucksvoll ist die riesige Eisfläche, die zugleich die größte Eisfläche in den USA ist.

Östlich von Anchorage, nicht weit von der Grenze zu Kanada kann der Reisende den größten Nationalpark der Vereinigten Staaten besuchen. Der Wrangell St. Elias Nationalpark ist ein echtes Naturparadies mit Wäldern und Gletschern. Tiere wie Grizzlybären, Bisons und Elche sind hier Zuhause.

Der Nationalpark zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Südwestlich von Anchorage wiederum gibt es den Lake Clark Nationalpark. Er ist so etwas wie ein Geheimtipp für alle Naturfans. Denn weil es keine touristische Infrastruktur gibt, kommen auch nur wenige Touristen hierher.

Anders ist das im Katmai Nationalpark, der sich ganz in der Nähe befindet. Die wunderschöne Vulkanlandschaft und die imposanten Bären machen diesen Park sehenswert.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Das faszinierende Alaska, Teil 2

Anzeige
Twitter

Redaktion

Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.
Redaktion
Twitter

Veröffentlicht von

Redaktion

Gerd Fröhlich, 48 Jahre, Auslandskorrespondent, Gabi Naue-Rogers, 41 Jahre, Expat in Amerika und Tobi Meissner, 38 Jahre, Reiseblogger und Backpacker, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Seite, schreiben hier Wissenwertes, Tipps, Anleitungen und Ratgeber zu den USA und der Greencard.

Kommentar verfassen