Ankunft in den USA – der Ablauf am Flughafen

Ankunft in den USA – der Ablauf am Flughafen

Eine Reise in die USA ist mit viel Papierkram verbunden. Dies fängt schon vor der Reise an und geht im Flieger weiter. Und auch nach der Landung auf dem Flughafen müssen noch ein paar Formalitäten erledigt werden.

Wer den langen Flug in die USA hinter sich gebracht hat, ist schon fast am Ziel. Allerdings nur fast, denn bis der Reisende in den Genuss der vielbeschworenen amerikanischen Freiheit kommt, kann es noch ein wenig dauern. Zunächst steht nämlich noch die Einreiseprozedur auf dem Programm – und weil sie recht umfangreich ist, kann sie sich ganz schön ziehen.

Andererseits bringt es nichts, wenn sich der Reisende darüber ärgert oder ungeduldig wird. Nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September und im Zuge des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus haben die USA die Regeln für Besucher verschärft. Und auch wenn die Kontrollen dem Durchschnittstouristen vielleicht übertrieben vorkommen mögen, sind sie aus Sicht der Amerikaner doch irgendwo verständlich.

Zudem dienen sie letztlich auch seiner Sicherheit. Aber was kommt überhaupt auf den Reisenden zu?

Hier der Ablauf am Flughafen bei der Ankunft in den USA!:

 

Die Einreisekontrolle

Nachdem der Flieger gelandet ist, begibt sich der Reisende als erstes in die Halle der Einwanderungsbehörde (immigration). Hier sieht er zwei verschiedene Schaltervarianten, nämlich einmal die Schalter für US-Bürger und einmal die Schalter für Ausländer. Letztere sind meist mit dem Hinweis international gekennzeichnet.

An einem dieser Schalter stellt sich der Reisende in der Reihe an. Die Wartezeit kann und sollte er nutzen, um die Unterlagen zusammenzusuchen, die er gleich vorlegen muss.

Zu diesen Unterlagen gehören

  • sein Reisepass,
  • die im Flugzeug ausgefüllten Einreise- und Zollformulare sowie
  • das Rückflugticket.

Es kann auch nicht schaden, sicherheitshalber den Hotelvoucher und die Kreditkarte griffbereit zu haben. Ist der Reisende an der Reihe, sollte er solange an der farbigen Markierungslinie stehen bleiben, bis ihn der Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde an den Schalter heranwinkt. Am Schalter angekommen, übergibt der Reisende dem Mitarbeiter seine Papiere.

Der Mitarbeiter überprüft nun die Unterlagen. Ist alles in Ordnung, wird er meist noch ein paar Fragen stellen, die sich in erster Linie auf die Dauer und den Zweck der Reise beziehen. Der Reisende muss hier nicht seine gesamten Urlaubspläne in allen Einzelheiten schildern, eine kurze Antwort reicht aus.

Aber er sollte freundlich bleiben und vor allem auf irgendwelche Scherze oder patzigen Kommentare verzichten. Denn ein blöder Spruch kann ausreichen, um innerhalb weniger Augenblicke Sicherheitsbeamten neben sich stehen zu haben.

 

Foto und Fingerabdrücke

Der nächste Schritt bei der Einreisekontrolle sind die Fingerabdrücke und das Foto. Aber keine Sorge, das klingt schlimmer als es ist. Der Reisende muss seine Finger nicht wie im Fernseh-Krimi auf ein Stempelkissen und dann auf einen Papierbogen drücken und die nächsten Tage mit tintengeschwärzten Händen herumlaufen. Stattdessen werden die Fingerabdrücke digital erfasst. Dazu legt der Reisende seine Hände auf eine Glasplatte.

Ein Scanner zeichnet die Fingerabdrücke auf und übermittelt sie direkt auf den Bildschirm des Grenzbeamten. Hier erscheint dann auch das Foto des Reisenden, das aufgenommen wurde, als der Reisende in die kleine Kamera am Schalter geschaut hat. Diese Prozedur ist Teil des Programms OBIM, das 2013 das bis dahin durchgeführte Programm US-VISIT abgelöst hat.

Die Erfassung der biometrischen Daten ist eine weitere Maßnahme im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

 

Die Einreiseerklärung

Sind die biometrischen Daten erfasst, stempelt der Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde die Dokumente ab und heftet den unteren Abschnitt der Einreiseerklärung (departure record) in den Reisepass ein. Auf diesem Abschnitt ist vermerkt, wie lange sich der Reisende maximal in den USA aufhalten darf.

Als Tourist beträgt die Aufenthaltsdauer höchstens 90 Tage, mit Visum maximal 180 Tage. Der eingeheftete Abschnitt wird erst wieder aus dem Reisepass entfernt, wenn der Reisende aus den USA ausreist. Und damit es bei der Ausreise keine Probleme gibt, sollte der Reisende darauf achten, dass er den Abschnitt nicht verliert.

Der Mitarbeiter gibt dem Reisenden nun also seinen Reisepass, die Zollerklärung und das Rückflugticket wieder. Für den Reisenden geht es dann weiter zur Gepäckausgabe (baggage claim area).

 

Die Zollkontrolle

Der Weg bis zur Gepäckausgabehalle kann je nach Flughafen unterschiedlich lang sein. Der Reisende muss aber einfach immer nur den Schildern folgen. Anhand des Abflughafens und der Flugnummer kann er über einen der vielen Monitore in Erfahrung bringen, auf welchem Gepäckband er seinen Koffer in Empfang nehmen kann. Ist das Gepäck komplett, geht es weiter zum Zoll. Auch hier stellt sich der Reisende wieder in der Schlange an.

Am Zollschalter angekommen, gibt er das Zollformular ab. Manchmal wird er dazu aufgefordert, auch seinen Reisepass vorzuzeigen und ein paar Fragen zu beantworten. Weitere Kontrollen führt der Zoll bei der Einreise normalerweise nicht durch. Allerdings finden, wie übrigens auch in Deutschland, Stichproben statt. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass der Zoll einen genaueren Blick in den Koffer des Reisenden wirft.

 

Geschafft!

Hat der Reisende den Zoll passiert, ist es vollbracht! Der Reisende kann den Flughafenausgang suchen und seinen USA-Urlaub beginnen.

Es sei denn, er hat noch einen Inlandsflug vor sich. Auch in diesem Fall durchläuft der Reisende nämlich die beschriebene Einreiseprozedur. Sie findet bei jeder ersten Ankunft an einem US-amerikanischen Flughafen statt. Selbst wenn der Reisende also nur zwischenlandet und dann innerhalb den USA weiterfliegt, muss er aus dem Flieger aussteigen, die Einreisekontrolle passieren, sein Gepäck in Empfang nehmen und durch die Zollkontrolle gehen.

Nach der Zollkontrolle gibt er sein Gepäck dann wieder neu auf und macht sich auf den Weg zu seinem Anschlussflug. Die Schalter der Fluggesellschaften befinden sich direkt hinter der Zollkontrolle. Und wenn der Reisende an seinem Zielflughafen angekommen ist, sind die Formalitäten bereits erledigt und er wird wie ein Inländer behandelt. Noch einmal durch die Einreise- und Zollkontrolle muss er deshalb nicht.

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