Liste: die Top 10 Gründe fürs Auswandern

Liste: die Top 10 Gründe fürs Auswandern

Jedes Jahr entscheiden sich gut 100.000 Deutsche dafür, ihre Zelte hier abzubrechen und woanders wieder aufzubauen. Dabei sind die Gründe, die die Auswanderer zu ihrer Entscheidung veranlassen, sehr unterschiedlich. Manchmal kommen auch gleich mehrere Aspekte zusammen.

Doch auch wenn die Motive mindestens genauso vielfältig sind wie die Auswanderer und ihre Lebensgeschichten, so gibt es doch einige Beweggründe, die besonders häufig eine Rolle spielen.

 

Die folgende Liste stellt die Top 10 Gründe fürs Auswandern
– in alphabetischer Reihenfolge – vor:

 

  1. Abenteuer und Lebenstraum

Es gibt Menschen, die so sehr mit ihrem Umfeld verbunden sind, dass sie ihr Leben lang an dem Ort bleiben, an dem sie aufgewachsen sind. Andere Menschen interessieren sich schon sehr früh für andere Kulturen, Traditionen und Länder. Sie haben großen Spaß am Reisen und verspüren immer wieder Fernweh.

Manchmal bereisen sie ein Land, in das sie sich sofort verlieben und in dem sie sich vom ersten Moment an zu Hause fühlen. Teilweise entwickelt sich die Liebe zu einem Land auch erst im Laufe der Zeit und ein Leben in diesem Land wird zum großen Lebenstraum.

Wieder andere sind einfach abenteuerlustig und suchen für sich die Herausforderung, noch einmal neu durchzustarten und sich selbst zu verwirklichen. Für sie alle ist die Auswanderung einerseits die Erfüllung eines Lebenstraums und andererseits die Möglichkeit, die Abenteuerlust zu stillen.

 

  1. Altersarmut

Schon heute gibt es viele Rentner, die trotz eines langen Arbeitslebens mit ihrer Rente gerade so über die Runden kommen. In Zukunft wird sich diese Situation vermutlich noch verschärfen. Um der sogenannten Altersarmut zu entfliehen, denken deshalb einige Senioren darüber nach, Deutschland den Rücken zuzukehren und ihren Lebensabend fernab der Heimat zu verbringen.

Die Idee dahinter ist, dass es viele Länder gibt, in denen die Lebenshaltungskosten niedriger sind als hierzulande. Da der Rentner seine Rente auch im Ausland ohne irgendwelche Abschläge beziehen kann, kann er sich woanders mit seiner Rente mehr leisten und somit auch seine Lebensqualität erhöhen.

 

  1. Aufstiegschancen

Zahlreiche Studien belegen, dass der berufliche und persönliche Erfolg in Deutschland stark von der Herkunft beeinflusst wird. Die wenigsten, die aus einfachen Verhältnissen kommen, schaffen den Sprung in die obere Liga. Hinzu kommt, dass der soziale Abstieg sehr schnell gehen kann.

Der Jobverlust, eine schwerere Erkrankung oder ein Schicksalsschlag können schon ausreichen, um seinen Status zu verlieren. Andersherum ist der soziale Aufstieg aber sehr schwer. Wer einmal ganz unten angekommen ist, hat kaum Chancen, wieder aufzusteigen. In anderen Ländern scheint es um die Aufstiegschancen deutlich besser zu stehen.

So gelten beispielsweise die USA nach wie vor als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der Ort, an dem sich der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, erfüllen kann.

Ob der Auswanderer seinen sozialen Stand tatsächlich verbessern kann, sei dahingestellt. Die Hoffnung auf bessere Aufstiegschancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten ist aber ein häufiger Beweggrund für eine Auswanderung.

 

  1. Bürokratie

Viele haben das Gefühl, dass es in Deutschland für wirklich alles und jede noch so kleine Kleinigkeit Regelungen, Vorschriften und die dazugehörigen Antragsformulare gibt. Deshalb erhofft sich so mancher Auswanderer, der komplizierten, umständlichen und langwierigen Bürokratie in Deutschland entfliehen zu können.

Diese Hoffnung wird aber mitunter bitter enttäuscht. Ohne Bürokratie geht es nirgends. Zwar sind die Verfahren in einigen Ländern einfacher, in anderen Ländern warten dafür aber noch mehr und noch größere bürokratische Hürden. Zudem gab es schon so manchen Auswanderer, der die klar geregelten Abläufe, die verlässlichen Zusagen und die verbindlichen Öffnungszeiten schmerzlich vermisst hat.

 

  1. Job

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen Jahren zu den wichtigsten und häufigsten Gründen für eine Auswanderung entwickelt. Wer in Deutschland einige Zeit lang arbeitslos war, hat es schwer, wieder in den Beruf einzusteigen und einen vernünftig bezahlten, unbefristeten Job zu ergattern.

Aber auch für gut ausgebildete Fachkräfte und Akademiker bieten sich im Ausland oft bessere Perspektiven für eine Festanstellung und eine erfolgreiche Karriere als hierzulande.

 

  1. Klima

So ganz schlecht ist das Wetter in Deutschland nicht. Es gibt durchaus warme Sommer mit viel Sonnenschein und auch die schneebedeckten Landschaften im Winter haben ihr Schönes. Allerdings reißen die dunklen und kalten Jahreszeiten ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse, denn Licht und Heizung sind nicht billig.

Feuchtkühles Wetter im Herbst und starke Temperaturschwankungen wiederum können der Gesundheit zu schaffen machen und körperliche Beschwerden sogar verstärken. Das Klima ist deshalb auch ein häufiger Grund fürs Auswandern.

 

  1. Lebensgefühl und -qualität

Hektik, Stress, Leistungsdruck, dauernd Überstunden und ein Einkommen, das wenig Spielraum für Sonderwünsche und Extraausgaben bietet: Viele sind mit ihrem Leben hierzulande unzufrieden. Sie haben das Gefühl, ständig alles zu geben, aber letztlich doch immer nur auf der Stelle zu treten. Da kommen das locker-lässige Lebensgefühl, die stressfreiere Lebensart und der oft weniger von Konkurrenzdenken geprägte Umgang miteinander, den sie aus anderen Ländern kennen, wie gerufen.

Allerdings übersieht so mancher Auswanderer, dass seine positiven Erlebnisse aus einer Zeit stammen, in der er als Urlauber in dem Land unterwegs war. Mit den realen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen im Alltag hat das wenig zu tun.

Natürlich gibt es Länder, in denen es entspannter und gemütlicher zugeht als in Deutschland. Genauso gibt es zweifelsohne Länder, in denen der Auswanderer für sich eine deutlich höhere Lebensqualität finden kann. Aber es ist sehr naiv, zu glauben, dass woanders automatisch und zwangsläufig alles besser wird.

 

  1. Liebe

Es kann durchaus passieren, dass einem während des Urlaubs, eines Auslandspraktikums oder eines beruflichen Aufenthalts der Partner fürs Leben über den Weg läuft. So mancher ist schon dem Ruf seines Herzens gefolgt und der Liebe wegen ausgewandert.

 

  1. Steuern

Wer viel verdient oder über ein großes Vermögen verfügt, muss entsprechend hohe Steuern zahlen. Einerseits ist es zwar fair, dass Reiche und Gutverdiener mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen als Personen aus weniger guten wirtschaftlichen Verhältnissen.

Andererseits ist es nachvollziehbar und legitim, dass Wohlhabende nach Steuersparmöglichkeiten suchen. Vor allem für Vermögende sind günstigere Spitzensteuersätze und einfachere Steuersysteme deshalb ein Grund, um über eine Auswanderung nachzudenken.

 

  1. Zukunftsängste

Das Sozialsystem in Deutschland gehört zweifelsohne zu den besten der Welt. In kaum einem anderen Land fängt das soziale Netz so gut auf wie hierzulande. Doch ein solches System kostet Geld. Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter, während gleichzeitig vergleichsweise wenig Kinder geboren werden.

Die Kosten für das Sozialsystem steigen, aber die Anzahl der Erwerbstätigen, die das Sozialsystem durch ihre Beiträge finanzieren, sinkt. Die Entscheidung, ob eine Familie gegründet werden soll, will gut überlegt werden. Plätze in Kitas und Kindergärten sind nicht immer so einfach zu bekommen, auf ein Einkommen zu verzichten und für die Kids zu Hause zu bleiben, ist finanziell aber nicht immer machbar.

Zudem entwickeln sich die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt so rasant, dass es schwer ist, nach einer längeren Auszeit wieder Fuß zu fassen. Arbeitsverhältnisse, die jahrzehntelang halten, sind inzwischen die Ausnahme, so dass oft die Planungssicherheit fehlt.

Auch die Lebensverhältnisse selbst ändern sich. Wurde früher geheiratet, um einen Bund fürs leben zu schließen, sind heute alternative Lebens- und Familienmodelle auf dem Vormarsch. So manchem machen diese Entwicklungen Angst. Um für sich selbst und auf für den Nachwuchs eine Zukunft mit anderen Vorzeichen zu sichern, denkt er dann mitunter über eine Auswanderung nach.

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