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Infos zum Schulsystem in den USA 

Wer plant, mit seiner Familie in die USA auszuwandern und schulpflichtige Kinder hat, wird sich früher oder später auch mit der Frage beschäftigen müssen, welche Schulen seine Kinder besuchen werden. Nun gibt es in den USA aber kein einheitliches Schulsystem, denn aufgrund der föderalistischen Staatsform fällt das Schulsystem in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Bundesstaaten.

Entscheidungen werden zudem lokal auf Ebene der jeweiligen Schulbezirke getroffen, was dann wiederum zur Folge hat, dass es auch innerhalb der Bundesstaaten unterschiedliche Regelungen geben kann.

 

 

Ein weiterer Grund für die vielseitigen Ausgestaltungen des amerikanischen Schulsystems liegt darin, dass es neben staatlichen Schulen eine Vielzahl privater Bildungseinrichtungen gibt, die ebenfalls jeweils eigene Regelungen kennen. Auch wenn dies nun recht kompliziert klingt, so ist das amerikanische Schulsystem doch recht schnell zu verstehen.

 

Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten Infos zum Schulsystem in den USA:

Um sich über die konkreten Regelungen zu informieren, sollte sich der Auswanderer dann an die Schulen an seinem künftigen Wohnort wenden.   

 

Grundlegendes zum amerikanischen Schulsystem

Nicht nur das Schulsystem, sondern auch die Regelung der Schulpflicht ist Angelegenheit der Bundesstaaten und kann daher unterschiedlich ausfallen. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Schulbesuch durch Hausunterricht zu ersetzen. Im Unterschied zum deutschen und österreichischen Schulsystem besuchen in den USA alle Kinder gemeinsam die für ihr Alter vorgesehene Schulstufe.

Es findet also keine Differenzierung nach Begabung und keine Aufteilung in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien statt. Auch Kinder, die eine spezielle Betreuung benötigen, besuchen allgemeine Schulen. Der Unterricht findet dann in integrativen Klassen statt und wird von Fachlehrern mit besonderer Qualifikation durchgeführt. 

Die Klassenverbände werden bereits ab der Grundschule nach jedem Schuljahr aufgelöst und auch die Lehrer unterrichten meist nur eine bestimmte Jahrgangsstufe. Die Idee dahinter ist, dass ein günstiges Lernklima ohne Cliquenbildung erhalten bleibt, wenn jedes Jahr neue Gruppen gebildet werden und sich die Kinder auch auf neue Lehrer einstellen müssen.

Später dann werden die Klassen neu zusammengesetzt, um Gruppen mit möglichst gleichem Leistungsniveau zu bilden. In den höheren Klassenstufen gibt es dann keine Klassen mehr, sondern der Unterricht findet in Kursen statt, vergleichbar mit der gymnasialen Oberstufe.

Das amerikanische Schulsystem kennt ausschließlich Ganztagesschulen. Der Schulunterricht beginnt für alle Kinder jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt und endet auch für alle Schüler zur gleichen Uhrzeit. Aus diesem Grund gibt es auch in jeder Schule mindestens eine Kantine, in der die Schüler zu Mittag essen.

 

 

Die Schulformen

Mit etwa fünf Jahren werden die Kinder in den USA eingeschult. Zunächst besuchen sie mit dem sogenannten Kindergarten eine Art Vorschule, danach geht es mit der Elementary School mit der Grundschule weiter.

Die Grundschule wird auch als Grade School bezeichnet und umfasst die Schulzeit ab dem Kindergarten bis zur vierten, fünften oder sechsten Klasse. Gibt es in dem Schulbezirk keine Middle oder keine Junior High School, reicht die Grundschule bis zur achten Klasse. Je nach Schulbezirk geht es nach der Grundschule dann unterschiedlich weiter. Traditionell folgt auf die Grundschule die Junior High School, die vom Konzept her wie die High School aufgebaut ist. Mittlerweile wird die Junior High School aber zunehmend von der Middle School ersetzt.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Schulformen liegt darin, dass die einzelnen Fachabteilungen in der Middle School enger zusammenarbeiten und auch interdisziplinäre Einheiten gebildet werden. In den meisten Fällen erstreckt sich die Junior High über die Klassenstufen 7 bis 9 und die Middle School über die Klassenstufen 6 bis 8, grundsätzlich können beide Schulformen aber auch die 5. bis 9. Klasse abdecken. 

Die nächste Stufe ist dann die High School, die bis zur 12. Klasse andauert und mit dem High School Diploma abgeschlossen wird. In der High School wird nur noch in Kursen unterrichtet, Klassenverbände gibt es nicht mehr. Mit erfolgreichem Abschluss der High School hat der Schüler die Möglichkeit, ein Studium zu beginnen.  

 

Die Unterrichtsfächer

Welche Kurse angeboten werden, wie die Lehrpläne gestaltet sind und welche Kriterien für den Erwerb des High School Diploma gelten, wird von den jeweiligen Bundesstaaten und Schulbezirken festgelegt. Die Schüler stellen sich ihre Stundenpläne grundsätzlich selbst zusammen, allerdings gibt es in diesem Zusammenhang zwei Elemente von zentraler Bedeutung.

Zum einen ist dies der Proficiency Test, durch den die mathematischen und die sprachlichen Fähigkeiten sowie die Lesefähigkeiten des Schülers überprüft werden. Zum anderen gibt es ein Credit-System. Dieses System legt fest, durch welche Fächer Credits erworben werden können und wie viele Credits jeweils erreicht werden müssen, um später den Abschluss zu erhalten. Ausgehend von diesen Vorgaben stellt der Schüler seinen Stundenplan dann unterstützt von einem Vertrauenslehrer, dem Guidance Counselor, zusammen. Dabei gibt es einige Pflichtfächer, die belegt werden müssen.

Hierzu gehören beispielsweise Englisch, Mathe, Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde. Hinzu kommen unterschiedlichste Zusatzfächer aus den verschiedensten Bereichen, die der Schüler belegen kann, beispielsweise Fitness, Marketing, Tanz, Journalismus, Psychologie, Informatik, Kunst, Holzarbeiten, Fotografie oder Mechanik. 

Amerikanische Schulen verfolgen das Ziel, die Schüler so gut wie möglich auf das Leben vorzubereiten. Daher geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern es werden auch Eigenschaften wie beispielsweise Teamgeist gefördert. Im Programmangebot sind deshalb neben Arbeitsgruppen, die verschiedene Aktivitäten unternehmen, auch unterschiedlichste Sportarten.

Die Benotung im amerikanischen Schulsystem erfolgt nicht mittels Zahlen, sondern mit Buchstaben. A ist dabei die beste Note, F die schlechteste.  

 

Die Study Hall und der locker

Der amerikanische Schultag beginnt und endet für alle Schüler jeden Tag zur gleichen Zeit. Freistunden, also Zeiten ohne Kurse, verbringen die Schüler in der Study Hall. Hier können sie unter Aufsicht beispielsweise Hausaufgaben machen oder lesen.

Der locker ist das Schließfach, das jeder Schüler hat und in dem er Bücher, Hefte und andere Dinge aufbewahren kann, die er im Moment nicht benötigt. Außerdem erhält jeder Schüler einen sogenannten hall pass. Diesen benötigt er, um das Schulgelände betreten und um sich darauf bewegen zu können.

Schuluniformen sind im Unterschied zu privaten Schulen an staatlichen Schulen eher die Ausnahme. Allerdings hat nahezu jede Schule eine Kleiderordnung, die festlegt, was in der Schule getragen werden darf und was nicht.

 

Weiterführende Berichte, Ratgeber und Tipps zu den USA:

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Thema: Infos zum Schulsystem in den USA 

 

 

 
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