Infos und Tipps zu Unterkünften in den USA

Infos und Tipps zu Unterkünften in den USA

Egal ob Auswanderer oder Tourist: Wer in die USA reist, übernachtet meist auch im Hotel. Und alles Wissenswerte zu Unterkünften in den USA verraten die folgenden Infos und Tipps!

Wenn es um eine Unterkunft geht, denken die meisten im ersten Moment an ein Hotel. Und davon gibt es in den USA jede Menge in allen Preisklassen. Doch neben Hotels sind in den USA auch Motels weit verbreitet. Das Wort Motel ist die Kurzform von Motor Hotel.

Auch ein Motel ist also ein Hotel. Von einem klassischen Hotel unterscheidet sich das Motel lediglich dadurch, dass sich der Parkplatz direkt vor dem Hotelzimmer befindet. Deshalb liegen Motels meist an größeren Straßen außerhalb des Stadtzentrums. Zudem bieten Motels oft keinen Restaurantbetrieb und insgesamt weniger Serviceleistungen als Hotels.

Dafür sind die Übernachtungspreise aber meist auch etwas günstiger. Was der Gast sonst noch wissen sollte, verraten die folgenden Infos und Tipps zu Unterkünften in den USA:

 

Die Zimmerausstattung

Die Zimmer in den USA verfügen grundsätzlich über eine gute Ausstattung. Selbst in den unteren Preisklassen sind ein Bad mit Dusche und WC, eine Klimaanlage, ein Fernseher, ein Telefon und meist auch WLan Standard. Raucherzimmer gibt es so gut wie nicht mehr.

Und wenn der Gast in einem Nichtraucherzimmer zur Zigarette greift, wird eine hohe Geldstrafe fällig. Andererseits ist in jedem Hotel ein Raucherbereich eingerichtet. Der Gast ist also gut beraten, wenn er nur in den ausgewiesenen Zonen raucht.

Was die Schlafplätze angeht, so verfügen die Zimmer üblicherweise über zwei große Betten, die jeweils zwei Personen Platz bieten. Je nachdem, ob es sich dabei um Queensize– oder Kingsize-Betten handelt, sind die Betten 1,40 Meter oder 1,60 bis 1,80 Meter breit.

Für den deutschen Gast eher ungewohnt ist aber die Bettwäsche. Denn in den USA gibt es zwar viele Kissen, pro Bett aber nur eine, meist recht dünne Bettdecke. Sie ist unter der Matratze festgeklemmt und mit einer Art Tagesdecke als wärmender Überwurf abgedeckt. In den USA krabbelt der Gast also ähnlich wie in einen Schlafsack ins Bett und teilt sich die Bettdecke mit seinem Partner. Wenn der Gast das nicht möchte, dann sollte er darauf achten, dass er ein Zimmer mit zwei getrennten Betten (twin-bedded) bucht.

 

Die Preise

In den USA richtet sich der Preis nicht nach der Anzahl der Übernachtungsgäste, sondern gilt immer für das Hotelzimmer. Ob der Gast das Zimmer alleine nutzt, mit seinem Partner bezieht oder mit seiner ganzen Familie anreist, spielt zunächst also keine Rolle.

Nur wenn das Zimmer mit mehr als vier Personen belegt wird, kann es sein, dass ein Aufschlag für die zusätzliche Wäsche erhoben wird. Allerdings schließt der Zimmerpreis (room rate) nur die Übernachtung ein. Ein Frühstück ist im Preis in aller Regel nicht enthalten. Und: Zu dem angegebenen Preis kommen noch die Steuern dazu. Wie hoch diese sind, hängt vom Bundesstaat ab.

Bevor der Gast eincheckt, sollte er sich nach Rabatten erkundigen. Praktisch jedes Hotel bietet Nachlässe und Sonderaktionen an, die für bestimmte Zielgruppen oder in gewissen Zeiträumen gelten. Nachfragen und vergleichen kann sich also lohnen. Ansonsten gilt, dass es in den USA Unterkünfte in allen Preisklassen gibt. Vom einfachen und kostengünstigen Hotelzimmer bis hin zur absoluten Luxussuite ist alles vertreten.

Dass in einer Unterkunft noch Zimmer frei sind, erkennt der Gast an dem Schild „Vacancy“. Sind hingegen alle Zimmer belegt, lautet die Aufschrift auf dem Hinweisschild „No Vacancy“ oder schlicht „Sorry“.

 

Das Einchecken

Möchte der Gast im Hotel einchecken, wendet er sich an die Rezeption (front desk). Ist die Frage nach dem Zimmer geklärt, wird dem Gast ein Anmeldeformular ausgehändigt, das er ausfüllen muss. Außerdem muss er seine Kreditkarte vorlegen.

Durch die Kreditkarte versichert sich das Hotel, dass der Gast eventuelle Nebenkosten bezahlen kann. Außerdem wird auf Basis der Kreditkarte das Telefon im Zimmer freigeschaltet. Deshalb muss die Kreditkarte auch dann vorgelegt werden, wenn der Gast das Zimmer schon im Voraus bezahlt hat oder einen Voucher von seinem Reiseveranstalter abgibt.

Normalerweise kann ein Hotelzimmer erst ab einer bestimmten Uhrzeit bezogen werden. In den USA liegt diese Eincheckzeit meist bei 16 Uhr. Allerdings wird diese Regel nicht ganz so streng gehandhabt und wenn es machbar ist, kann der Gast oft schon früher in sein Zimmer. Parkplätze gehören in den USA zum Standard. Dabei ist das Parken in aller Regel kostenfrei. Nur in Stadthotels mitten im Zentrum wird für die Hotelgarage eine Gebühr erhoben.

Als Dienstleistungsgesellschaft sind in den USA allerlei Serviceleistungen üblich. Hierzu gehört beispielsweise, dass die bell boys das Gepäck aufs Zimmer bringen oder der Hotelfahrer das Auto in die Garage fährt. Der Gast sollte die angebotenen Services allein schon aus Höflichkeit annehmen, auch wenn sie kostenpflichtig sind. Und er sollte das Trinkgeld nicht vergessen. Denn auf diese Weise sichert er Arbeitsplätze.

 

Eiswürfel, Getränke und Schließfach

Eis gehört zum Standard in US-amerikanischen Unterkünften. Auf jeder Etage steht mindestens ein Automat, an dem sich der Gast kostenfrei mit Eiswürfeln versorgen kann. Einen Behälter für die Eiswürfel findet er in seinem Hotelzimmer. Außerdem gibt es in fast allen Hotels Automaten mit Softdrinks. Kostengünstiger ist es aber, wenn sich der Gast seine Getränke in einem Supermarkt besorgt.

Für Wertsachen übernimmt das Hotel grundsätzlich keine Haftung. Aus diesem Grund sollte der Gast Wertsachen wie Geld, Dokumente und Schmuck im Schließfach (safety deposit box) verstauen. Schließfächer stellt jedes Hotel an der Rezeption zur Verfügung, in besseren Hotels gibt es auch Zimmersafes.

 

Der Zimmerservice

Hat das Hotel einen Restaurantbetrieb, kann sich der Gast das Essen auf sein Zimmer bringen lassen. Die Menükarte liegt im Zimmer bereit, die Rufnummer vom Zimmerservice steht auf dem Zimmertelefon. Meistens wird aber ein kleiner Aufschlag erhoben, wenn der Gast nicht im Restaurant, sondern im Zimmer isst.

Andererseits ist es in den USA völlig normal, dass sich ein Gast Essen von anderen Restaurants liefern lässt. Aus diesem Grund findet der Gast in seinem Zimmer oft neben der Speisekarte des Hotels auch verschiedene Flyer von Restaurants und Lieferservices aus der Umgebung.

 

Das Auschecken

Meistens gibt es eine Zeitvorgabe, bis wann der Gast sein Zimmer am Abreisetag räumen muss. Wie das Auschecken abläuft, hängt vom Hotel ab. In einigen Hotels wendet sich der Gast an die Rezeption. Dort wird ihm bei der Abgabe des Zimmerschlüssels die Rechnung ausgehändigt.

Die Rechnung sollte der Gast auch auf jeden Fall überprüfen, denn Nebenkosten werden über die Kreditkarte abgerechnet. In anderen Hotels wird die Hotelrechnung am Vorabend unter der Zimmertür durchgeschoben. Den Zimmerschlüssel wirft der Gast dann entweder in eine Box an der Rezeption oder lässt ihn einfach im Zimmer liegen.

Wurde das Gepäck beim Einchecken von einem Hotelmitarbeiter aufs Zimmer gebracht, wird erwartet, dass dieser Service auch beim Auschecken wieder in Anspruch genommen wird. Dazu ruft der Gast den Gepäckservice (bell captain) an und lässt sein Gepäck abholen.

 

Weitere Unterkünfte neben Hotels und Motels

Hotels und Motels sind praktisch überall zu finden. Doch neben diesen klassischen Unterkünften gibt es in den USA noch eine Reihe weiterer Übernachtungsmöglichkeiten.

Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Hostels sind die moderne Version von Jugendherbergen. Die Unterkünfte sind schlicht gehalten, dafür aber auch kostengünstig. Die Schlafräume sind meist nach Geschlechtern getrennt und die Küche steht als Gemeinschaftsküche zur Verfügung. Viele Hostels bieten inzwischen aber auch Einzel- und Familienzimmer an.
  • Inns sind keine eigenständige Kategorie, sondern bezeichnen ganz allgemein Gästehäuser. Hinter einem Inn kann sich also ein Hotel, ein Motel, eine Pension oder jede andere Art von Übernachtungsmöglichkeit verbergen. Meist ist der Zusatz Inn deshalb in erster Linie ein Bestandteil des Namens.
  • Guest houses sind meist einfachere Unterkünfte, ungefähr vergleichbar mit Pensionen in Deutschland. Wird neben den Übernachtungsmöglichkeiten auch ein Frühstück angeboten, wird darauf durch B & B hingewiesen. B & B steht für bed and breakfast.
  • Resorts sind größere Hotelanlagen mit einem umfangreichen Angebot an Freizeitaktivitäten aller Art.
  • Lodges sind rustikale Unterkünfte in Nationalparks oder draußen in der Natur.
  • Country Clubs sind Gästehäuser mit einem hohen Standard. Sie finden sich beispielsweise bei Golfplätzen.
  • Ranches sind Anlagen, die Cowboy-Feeling vermitteln. Meist findet hier aber kein aktiver Viehbetrieb (mehr) statt, sondern die Rinder und die Pferde gehören zum Freizeitangebot des Hotelbetriebs.

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