Wie wird man Präsident in den USA?

Wie wird man Präsident in den USA? 

Prinzipiell kann in den USA jeder Präsident werden, der von Geburt an US-Bürger ist, von seinen mindestens 35 Jahren 14 Jahre in den USA gelebt hat und genug Geld hat oder aufbringen kann, um den Wahlkampf zu finanzieren.

Der Kandidat lässt sich in allen 50 Bundesstaaten registrieren, muss von jedem Bundesstaat eine bestimmte Zahl an Unterschriften vorweisen können und meldet sich bei der Bundeswahlbehörde an, die seinen Wahlkampf und dessen Finanzierung überwacht.

Der Kandidat muss keiner Partei angehören, allerdings haben bisher, mit Ausnahme von George Washington, nur Kandidaten gewonnen, die von einer Partei unterstützt wurden, wobei anhand von Vorwahlen der Kandidat mit den besten Erfolgsaussichten bestimmt wird. Während eines Treffens im Sommer wird der Kandidat offiziell benannt und der eigentliche, kostenintensive Wahlkampf beginnt.

Eigentlich darf der Kandidat nur Einzelspenden bis zu 1000 Dollar annehmen, die auch alle in einer öffentlichen Liste erfasst werden, dennoch laden Kandidaten gerne zu sog. Fundraising-Dinners ein, um den Wahlkampf zu finanzieren. Dabei handelt es sich um Abendessen, bei denen für jeden Sitzplatz eine bestimmte Summe bezahlt wird, wobei der Platz umso teuerer wird, je näher er am Kandidaten liegt. In den USA spielen die Medien und das Internet entscheidende Rollen im Wahlkampf. Neben Fernsehauftritten, Fernsehduellen und möglichst vielen Pressemeldungen hat jeder Kandidat eine Homepage, auf der er für sich und gegen seinen Gegenkandidaten wirbt, wobei in Webblogs Fürsprecher ihre Meinung zum Gegenkandidaten äußern können. Medienberater weichen dem Kandidaten zu keinem Zeitpunkt von der Seite und achten stets auf die perfekte Inszenierung seiner Person und seiner Ziele, wobei auch gerne Stars und Sternchen um wohlwollende Stellungsnahmen gebeten werden.

Der amerikanische Wahlkampf 

Natürlich versucht jeder Kandidat so viele Wähler wie möglich von sich zu überzeugen, so dass sich der amerikanische Wahlkampf gerne auch härterer Bandagen bedient und schmutzige Details wie beispielsweise Affären mit Praktikantinnen zu Themen in Kampagnen werden. Die Entscheidung fällt dann im vierjährigen Turnus am ersten Dienstag im November. Jeder Bundesstaat wählt für sich, so dass aufgrund der Zeitverschiebung die Wahlergebnisse der östlichen Bundesstaaten schon vorliegen, während im Westen noch gewählt wird. Im Gegensatz zu Deutschland wählen die US-Bürger den Kandidaten jedoch nicht direkt, sondern durch 538 Wahlmänner, die sich verpflichten, für einen der Kandidaten zu stimmen. Je mehr Einwohner der Bundesstaat hat, desto mehr Stimmen erhält er, wobei jeder Bundesstaat über mindestens drei Stimmen verfügt. Neuer Präsident wird, wer 270 Wahlmännerstimmen hat, in dem Fall, dass keiner der Kandidaten die Mehrheit erhält, ernennt das Repräsentantenhaus den neuen Präsidenten. Nach der Vereidigung im Januar tritt der Präsident sein Amt für maximal zwei Amtszeiten an, eine dritte Wiederwahl ist nicht möglich.

Eine einfach geniale Präsidenten-Satire (sehenswert):

 

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