Wie geht Einkaufen in den USA?

Wie geht Einkaufen in den USA? 

Die USA werden auch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten genannt. Zudem haben die USA den Ruf, dass hier alles immer ein Stückchen größer und bunter ist als anderswo. Diese beiden Aussagen lassen sich auch auf das Einkaufen übertragen. 

So sind die USA ein wahres Shoppingparadies und die unzähligen Geschäfte, die übrigens die gesamte Palette vom kleinen Tante-Emma-Laden mit nostalgischem Charme bis hin zum topmodernen Rieseneinkaufscenter abdecken, bieten eine riesige Auswahl zu meist moderaten Preisen. Aber welche Arten von Geschäften gibt es eigentlich genau? Wann haben die Läden geöffnet und worauf gilt es bei den Preisen zu achten?

Also, kurzum: Wie geht Einkaufen in den USA?: 

Die verschiedenen Arten von Läden

In den USA gibt es Läden und Geschäfte aller Art. Sie wirklich alle aufzählen, ist kaum möglich. Zu den Lieblingseinkaufsmöglichkeiten in den USA gehören aber die Einkaufszentren. Sie heißen Shopping Center, Shopping Mall oder Plaza und beherbergen viele kleine Shops, Boutiquen, größere Läden und Filialen großer Ketten. Meist gibt es zudem einen sogenannten Food Court. Hierbei handelt es sich um einen Bereich oder eine ganze Etage mit gastronomischen Angeboten, angefangen bei einfachen Coffee-Shops über gemütliche Fast-Food-Läden bis hin zu eleganteren Restaurants.

Im ganzen Bereich finden sich zahlreiche Tische und Sitzgelegenheiten, die sich alle Anbieter miteinander teilen. Der Gast kann sich also frei aussuchen, wo er sich hinsetzen und seine Mahlzeit genießen möchte. Insgesamt kennzeichnen sich die Einkaufscenter durch ihre Großzügigkeit und das angenehme Ambiente. Die Idee dahinter ist, dass sich der Besucher gerne in dem Center aufhalten und Spaß daran haben soll, einzukaufen und Geld auszugeben. Deshalb sind die Anlagen bequem zu erreichen, weitläufig angelegt, angenehm temperiert, gut belüftet, hell und freundlich gestaltet.  

Eine andere, sehr beliebte Adresse sind die Factory Outlets. Factory Outlet bedeutet übersetzt soviel wie Fabrikverkauf. Anders als hierzulande, wo die jeweiligen Hersteller ihre Waren meist in eher kleinen Verkaufsräumen in der Nähe der Produktionsstätte anbieten, sind Factory Outlets in den USA große Einkaufszentren. Hier werden die Originalwaren verschiedenster Hersteller und Marken verkauft.

Das Angebot umfasst dabei Auslaufmodelle, Ausstellungsstücke, Überproduktionen, Musterware, Ware der Vorsaison, Artikel mit kleinen Fehlern, aber auch eigens für den Fabrikverkauf angefertigte Kollektionen. Da die Artikel direkt verkauft werden, sind die Preis teils deutlich niedriger als im Einzelhandel.

Damit das Einkaufen auch hier zum Erlebnis wird, reihen sich in den Factory Outlets nicht nur verschiedenste Verkaufsgeschäfte aneinander. Stattdessen bieten die Center auch ein breites Angebot an Gastronomie und Unterhaltung. Lebensmittel werden in den USA üblicherweise im Supermarkt eingekauft. Das Sortiment in Supermärkten umfasst eigentlich alles von frischen Produkten über Convenience Ware bis hin zu Tiefkühlkost und die Preise sind meist niedriger als in kleinen Lebensmittelgeschäften.

Neben Mitgliedskarten, durch die Punkte für Prämien oder Rabatte gesammelt werden können, ist es dabei eine Art Volkssport in den USA, diverse Coupons aus Zeitungen, Zeitschriften, Werbeblättern und Couponheften auszuschneiden. Die Coupons werden beim Bezahlen an der Kasse abgegeben und dafür gibt es dann Preisnachlässe. Wer sich etwas Besonderes gönnen möchte, kann sich dem Consignment Shopping widmen.

Damit ist der Besuch von Secondhand-Läden gemeint. Anders als bei uns werden in diesen Läden aber nicht einfach nur gebrauchte Kleidungsstücke und Accessoires für kleines Geld verkauft. In den Regalen hängen vielmehr hochwertige Stücke, meist Designerware. Das Preisniveau liegt zwar ein bisschen unter dem von Edelboutiquen, ist insgesamt aber noch immer recht hoch. Solche Geschäfte gibt es fast nur in Großstädten.  

Die Öffnungszeiten, die Preise und das Bezahlen

In den USA gibt es keine festen, allgemeinverbindlichen Öffnungszeiten. Dies liegt daran, dass in den USA kein bundesweit gültiges Ladenschlussgesetz existiert. Generell bewegen sich die Kernöffnungszeiten aber zwischen 9 und 21 Uhr. In ländlichen Gegenden haben die Läden an den Wochenenden oft geschlossen oder nur kurz geöffnet.

In den Städten kann an allen Tagen von Montag bis Sonntag eingekauft werden, manchmal sogar 24 Stunden pro Tag. Verglichen mit Deutschland weisen die Preise in den USA eine Besonderheit auf. So sind auf den Preisschildern meist nicht die Endpreise angegeben, sondern nur die Preise vor Steuern. An der Kasse kommt dann noch die Verkaufssteuer, die Sales Tax, dazu.

Wie hoch die Steuern ausfallen, hängt vom jeweiligen Bundesstaat und County ab. Bezahlt werden die Einkäufe größtenteils per Kreditkarte. Nur bei kleinen Beträgen bis etwa 20 US-Dollar ist es üblich, bar zu bezahlen. Da die US-Amerikaner gerne und viel Auto fahren und natürlich auch ihre Einkäufe nicht zu Fuß erledigen, hat praktisch jeder Laden eigene, in aller Regel kostenfreie Parkplätze.

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