USA Einreisegebühren

USA Einreisegebühren 

Die USA gehören zu den sehr beliebten Reise- und Auswanderungsländern. Die meisten, die sich dazu entschließen, in die USA auszuwandern, haben vor diesem Entschluss einen oder mehrere Urlaube in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten verbracht.

Zudem reisen viele Auswanderer im Vorfeld in die USA, um entsprechende Vorbereitungen zu treffen, beispielsweise um die Konditionen mit dem neuen Arbeitgeber abzuklären oder eine Wohnung zu suchen.

Aber auch wer nicht dauerhaft oder zeitweise in die USA auswandern, sondern dort einfach nur ein paar Urlaubstage verbringen oder Verwandte und Freude besuchen möchte, muss bei der Einreise einige Formalitäten beachten.   

Die Einreise in die USA

Reisende aus Deutschland und den übrigen Ländern, die an dem sogenannten Visa-Waiver-Programm teilnehmen, dürfen ohne eine Visum in die USA einreisen, wenn ihr Aufenthalt nicht länger dauert als 90 Tage. Bei Aufenthalten über 90 Tagen ist grundsätzlich ein Visum erforderlich. Durch das Visa-Waiver-Programm wurde die Visumspflicht abgeschafft, so dass die Einreise für diejenigen, die aus einem Visa-Waiver-Land kommen, einfacher geworden ist.

Auch wenn kein Visum mehr für einen Aufenthalt in den USA benötigt wird, müssen aber dennoch einige Kriterien erfüllt sein:

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Der Reisende benötigt einen e-Reisepass oder einen maschinenlesbaren Reisepass, der vor dem 26, Oktober 2006 ausgestellt sein muss. Der Reisepass muss mindestes so lange gültig sein wie die Reise andauert, eine Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder Personalausweis ist nicht möglich.

Kinder benötigen einen Kinder-Reisepass mit Lichtbild, der ebenfalls vor dem 26. Oktober 2006 ausgestellt oder verlängert worden sein muss. Liegt ein solcher Kinder-Reisepass nicht vor, müssen die Eltern ein Visum für ihr Kind bei der zuständigen US-Botschaft oder dem US-Generalkonsulat beantragen. 

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 Vor der Einreise in die USA muss ein Rückflugticket oder ein weiterführendes Ticket vorgelegt werden. Letzteres darf jedoch nicht in Kanada, in Mexiko oder in der Karibik enden.

Zudem muss die Einreise in die USA per Flugzeug oder Schiff mit einer Transportgesellschaft erfolgen, die vom VWP anerkannt ist. An Bord des Transportunternehmens muss das Formblatt I-94W ausgefüllt werden. 

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Seit 2009 muss sich der Reisende außerdem im Electronic System for Travel Authorization, kurz ESTA, anmelden. Diese Anmeldung muss spätestens 72 Stunden vor der geplanten Abreise in die USA erfolgen. Nach der Anmeldung erhält der Reisende eine Einreisegenehmigung, die zwei Jahre lang für alle Reisen in die USA in diesem Zeitraum gültig bleibt, sofern auch der Reisepass noch mindestens zwei Jahre lang gültig ist.

Wird innerhalb der zwei Jahre ein neuer Reisepass ausgestellt, muss auch eine neue Einreisegenehmigung beantragt werden.   

Die neuen Einreisegebühren in die USA

Bislang war die Anmeldung kostenfrei, für das Beantragen und das Ausstellen der elektronischen Einreisegenehmigung wurden keine Gebühren erhoben. Im Rahmen des Reiseförderungsgesetzes hat der Kongress nun aber eine Gebühr verabschiedet, die im Zusammenhang mit dem ESTA-Formular fällig wird.

An dem Verfahren und dem Formular selbst ändert sich nichts. Das bedeutet, der Reisende muss sich nach wie vor spätestens 72 Stunden vor seiner geplanten Abreise anmelden und die Einreisegenehmigung beantragen. Im Rahmen des Online-Formulars werden Daten wie Name, Adresse und andere Personalien abgefragt. Zudem werden Fragen gestellt, die im Hinblick auf die Terrorbekämpfung oder eine Gefährdung im Allgemeinen von Bedeutung sein könnten.

Sollte beim Ausfüllen des Formulars ein Fehler unterlaufen und der Reisende den fehlerhaften Antrag versehentlich abschicken, rät die US-amerikanische Heimatschutzbehörde übrigens dazu, einen zweiten Antrag einzureichen. In aller Regel wird der erste Antrag dann überschrieben und damit automatisch korrigiert.

Sollte dies nicht funktionieren, kann die Behöre per E-Mail kontaktiert werden und nach einer entsprechenden Erläuterung des Sachverhalts ist eine manuelle Korrektur des Antrags möglich. Während das ESTA-Formular im Unterschied zu einem Visum bislang kostenfrei war, hat sich nun aber geändert, dass ab dem 08. September 2010 eine Gebühr von 14 US-Dollar erhoben wird. Die Gebühr wird im Zuge der Antragstellung berechnet, die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte.

Akzeptiert werden dabei Mastercard, Visa, American Express oder Discover, wobei die Registrierung nur dann abgeschlossen werden kann, wenn die Kreditkarten-Daten vollständig angegeben werden. Die Gebühr setzt sich aus zehn US-Dollar, die für die Förderung von Reisen in die USA verwendet werden, und vier US-Dollar für die Bearbeitung zusammen.

Die Einreisegebühr bleibt weiterhin zwei Jahre lang gültig. Wer also innerhalb von zwei Jahren mehrfach in die USA reist und in dieser Zeit keinen neuen Reisepass erhält, muss auch die Einreisegebühr nur einmal bezahlen.  Vorsichtig sein sollten alle aber Reisenden, die das ESTA-Formular ausfüllen möchten. Dies sollte grundsätzlich nur über die offizielle Seite der US-Heimschutzbehörde erfolgen.

Kaum waren nämlich die Einreisegebühren verabschiedet, tauchten auch schon die ersten Abzocke-Seiten im Internet auf. Getarnt als Seiten, auf denen das offizielle Einreiseformular angeblich ausgefüllt werden kann, werden hier teils deutlich höhere Gebühren erhoben, die jedoch keine Einreise rechtfertigen.   

Die Kritik an den neuen Einreisegebühren

Die Kritik an den neuen Einreisegebühren in die USA war sehr laut, denn es wurde bemängelt, dass die Gebühren zusammen mit dem ESTA-Formular vom Prinzip her einem Visum gleichkämen, das Visa-Waiver-Programm aber gerade die Visumspflicht abschaffen sollte.

Zudem wurde kritisiert, dass die USA auf diese Weise nach einer Möglichkeit suchen, um ihre leeren Haushaltskassen aufzufüllen. Vor allem aus Deutschland dürften die Proteste jedoch mittlerweile verstummt sein, denn die Bundesregierung hat eine internationale Flugabgabe verabschiedet, die im Unterschied zu den USA-Einreisegebühren nicht alle zwei Jahre, sondern bei jedem Flug fällig wird.

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