Tipps zum Führerschein in den USA

Infos und Tipps zum Führerschein in den USA  

Der Führerschein in den USA ist eine Plastikkarte im Scheckkartenformat mit Foto des Inhabers. Allerdings hat der amerikanische Führerschein einen anderen Stellenwert als der deutsche Führerschein, denn in den USA ist der Führerschein zeitgleich auch ein zentrales Ausweisdokument, das mit dem deutschen Personalausweis vergleichbar ist.

In Geschäften oder bei Behörden wird also der Führerschein vorlegt, wenn nach der ID gefragt wird. Daneben erlaubt die “driver´s license” aber selbstverständlich auch, ein Fahrzeug auf amerikanischen Straßen zu bewegen. 

Wichtig ist der Führerschein in diesem Zusammenhang aber, wenn es um eine Autoversicherung geht. Es gibt nur wenige Versicherer, die ausländische Führerscheine akzeptieren, und wenn, dann nur zu sehr hohen Prämien.

Nun stellt sich jedoch die Frage, welche Schritte notwendig sind, um an den amerikanischen Führerschein zu kommen.

Hier dazu die wichtigsten Infos und Tipps:

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Grundsätzlich darf mit einem ausländischen Führerschein maximal ein Jahr lang in den USA gefahren werden.

Nach den Terroranschlägen im September 2001 gab es aber einige Änderungen im Zusammenhang mit dem Führerschein, so dass jetzt in aller Regel nur diejenigen einen Führerschein beantragen können, die sich legal im Land aufhalten und damit die Voraussetzungen für den Besitz eines Ausweisdokumentes erfüllen.

• Die Vorschriften im Zusammenhang mit dem Führerschein regelt jeder Bundesstaat selbst.

Insofern kann es hier deutliche Unterschiede geben, so dass vorab geklärt werden muss, welche Anforderungen konkret erfüllt werden müssen.

Zudem können sich die Vorschriften jederzeit ändern. Üblicherweise benötigt der Antragssteller aber ein primäres Ausweisdokument, beispielsweise eine Greencard, eine US-Geburtsurkunde, einen US-Pass, eine Arbeitserlaubnis oder einen Nachweisen über den Nicht-Immigrationsstatus.

Zudem muss ein sekundäres Ausweisdokument vorgelegt werden, das das primäre Ausweisdokument belegt, möglich ist hier zum Beispiel der ausländische Führerschein. Daneben müssen eine Adresse in den USA und die Social Security Number angegeben werden. Ist die SSN nicht vorhanden, kann teilweise auch eine gültige Steuernummer oder ein Schreiben der Einwanderungsbehörde als Ersatz dienen.

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Um den amerikanischen Führerschein zu beantragen, wendet sich der Auswanderer zunächst an die für ihn zuständige Behörde des Bundesstaates, in dem der Führerschein erworben werden soll.

Dort kann vor Ort oder online in Erfahrung gebracht werden, welche Dokumente notwendig sind, zudem gibt es dort auch die Übungsbücher mit den Fragen zur theoretischen Führerscheinprüfung. Anschließend wird ein Termin für die Prüfung vereinbart.

• Die praktische und theoretische Prüfung      

Wer noch keinen Führerschein hat, muss auf jeden Fall eine praktische Prüfung ablegen, wer bereits einen ausländischen Führerschein besitzt, muss nur in einigen Bundesstaaten sein Fahrkönnen unter Beweis stellen. Für die praktische Prüfung muss der Prüfling aber sein eigenes Fahrzeug mitbringen, wobei ein Mietwagen ausreicht.

Die theoretische Prüfung beinhaltet Fragen zu den Verkehrsregeln, den Verkehrsschildern und teilweise auch Umweltfragen. Der Test findet computergestützt statt und es werden immer mehrere Antwortmöglichkeiten angeboten.

Einige Fehler darf sich der Prüfling erlauben, sind es zu viele Fehler, fällt er durch. In diesem Fall kann er den Test aber meist schon nach einer Stunde, die zum Lernen angedacht ist, wiederholen. Zum Schluss folgt noch ein Sehtest.

Trägt der Prüfling eine Brille oder Kontaktlinsen, muss er diese auch bei der Prüfung tragen und erhält einen entsprechenden Eintrag in seinen Führerschein. Das Foto für den Führerschein wird vor Ort gemacht und wenn die Prüfung bestanden ist, wird der Führerschein unmittelbar ausgehändigt.

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