Greencard Definition

Greencard Definition 

Wer mit dem Gedanken spielt, in die USA auszuwandern, stößt recht schnell auf den Begriff Greencard.

Nun stellen sich aber für manch einen einige Fragen Im Zusammenhang mit der Greencard, beispielsweise was eine Greencard eigentlich ist, wer sie erhalten kann oder welche Rechte und Vorteile ein Greencard-Inhaber hat. 

 

Hier daher die Definition der Greencard sowie
die wichtigsten Infos dazu auf einen Blick:

Was ist eine Greencard überhaupt?

Bei der Greencard handelt es sich um die dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für die Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei ist Greencard die umgangssprachliche Bezeichnung. Offiziell heißt die Greencard United States Permanent Resident Card, ein Greencard-Inhaber wird als lawful permanent resident, kurz LPR, bezeichnet.

Der Name Greencard erklärt sich damit, dass die Karte früher einmal tatsächlich grün war. Bis 1994 war die Karte dann zeitweise rosafarben, heute ist die Karte sandfarben und hat nur noch einen grünlichen Schimmer.  

Welche Rechte und Vorteile hat ein Greencard-Inhaber?

Mit dem Erhalt der Greencard und damit einer zeitlich unbefristeten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung geht zunächst einmal das Recht einher, in die USA einzuwandern. Der Greencard-Inhaber darf also dauerhaft in den USA leben, sich in einem Bundesstaat seiner Wahl niederlassen und jede beliebige Arbeit in den USA annehmen.

Zudem kann der Greencard-Inhaber Grundbesitz erwerben, öffentliche Schulen sowie Colleges besuchen, uneingeschränkt in die USA ein- und ausreisen, jederzeit innerhalb der USA umziehen und soziale Leistungen in Anspruch nehmen. Im Grunde genommen verfügt der Greencard-Inhaber durch die Greencard also über nahezu die gleichen Rechte wie ein US-Staatsbürger.

Der Einwanderer behält jedoch seine Staatsbürgerschaft, womit sich auch erklärt, weshalb er an Wahlen nicht teilnehmen darf. Verfügt der Einwanderer seit mindestens fünf Jahren über die Greencard und hat er sich während dieser Zeit nichts zu Schulden kommen lassen, kann er die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen.  Die Greencard ist zwar eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, kann bei einer missbräuchlichen Verwendung allerdings auch wieder entzogen werden.

Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Einwanderer kriminelle Aktivitäten ausübt. Zudem geht der Status verloren, wenn der Greencard-Inhaber seinen Wohnsitz in den USA aufgibt. Möchte sich der Greencard-Inhaber für einen Zeitraum zwischen einem bis maximal zwei Jahren außerhalb der USA aufhalten, ohne dabei seine Greencard zu riskieren, benötigt er eine spezielle Genehmigung, die sogenannte re-entry permit.

Diese Genehmigung ist verhältnismäßig unkompliziert zu erhalten und stellt sicher, dass der Auswanderer nach seinem Aufenthalt problemlos in die USA zurückkehren kann.
 

Wer erhält eine Greencard?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine Greencard zu erhalten, wobei die Bewerber in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden.

Zu diesen Kategorien gehören:

·         EB-1 für Personen von nationalem Interesse.

Hierzu zählen hochqualifizierte Personen mit besonderen Fähigkeiten in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Bildung, Wirtschaft und Sport, also beispielsweise herausragende Forscher und Wissenschaftler, Manager und Führungskräfte der Wirtschaft oder international ausgezeichnete Sportgrößen.

·         EB-2 für Personen mit besonderen Fähigkeiten.

In dieser Kategorie können sich Personen mit Hochschulabschluss und Personen mit besonderen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder künstlerischen Fähigkeiten bewerben. Voraussetzung ist allerdings ein Jobangebot eines US-Arbeitgebers, das durch einen US-Bürger nicht besetzt werden kann.

·         EB-3 für Akademiker, qualifizierte Fachkräfte und andere Arbeitnehmer.

In diese Kategorie fallen Personen mit höherem Bildungsabschluss, Facharbeiter mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung und qualifizierte Arbeitnehmer, die in den USA benötigt werden. Auch hier gilt aber, dass für die jeweilige Arbeitsstelle kein US-amerikanischer Bürger zur Verfügung stehen darf. 

·         EB-4 für kirchliche Mitarbeiter.

Eine Bewerbung ist möglich, wenn der Bewerber in seinem Heimatland mindestens zwei Jahre lang für die Kirche oder eine Gemeinde gearbeitet hat.

·         EB-5 für Investoren.

Eine Greencard kann erhalten, wer eine bestimmte Summe in die Gründung oder den Ausbau eines US-amerikanischen Wirtschaftsunternehmens investiert und dadurch mindestens zehn neue Arbeitsplätze schafft.

·         Verwandte.

Eltern und ledige Kinder eines US-Bürgers, die jünger sind als 21 Jahre, erhalten die Einwanderungsgenehmigung in aller Regel sofort. Ältere oder verheiratete Kinder sowie Geschwister und andere Verwandte können zwar grundsätzlich auch eine Greencard erhalten, müssen allerdings mit sehr langen Wartezeiten rechnen.

Ein Greencard-Inhaber kann nur seine Kinder, die ledig und jünger sind als 21 Jahre, in die USA nachholen.  

Die Greencard-Lotterie 

Neben der direkten Bewerbung um eine Greencard ist auch die Teilnahme an der Greencard-Lotterie möglich. Diese findet seit 1987 jedes Jahr statt, mittlerweile jedoch ausschließlich online. Die Teilnahme an der Lotterie selbst ist kostenfrei und auch ohne die Hilfe einer Agentur, die für ihre Dienste Gebühren erhebt, möglich.

Später entstehen dann allerdings Kosten und zwar zum einen 440 US-Dollar im Zusammenhang mit dem Bewilligungsverfahren und zum anderen 140 Euro für die vorgeschriebene medizinische Untersuchung. Damit eine Bewerbung für die Lotterie zugelassen wird und der Gewinner später auch tatsächlich ein Einwanderungsvisum erhält, muss er jedoch einige Kriterien erfüllen.

So muss er beispielsweise eine berufliche Ausbildung und Berufserfahrung oder eine Schulbildung nachweisen, die mindestens dem Abschluss an einer amerikanischen High School entspricht. Zudem benötigt er ein ärztliches Attest, ein polizeiliches Führungszeugnis und Startkapital, ein Jobangebot oder zumindest einen glaubhaften Bürgen. Der letzte Schritt beinhaltet dann ein persönliches Gespräch an der amerikanischen Botschaft, in dessen Zuge das Einwanderungsvisum vergeben wird.

Innerhalb von sechs Monaten nach dem Interview muss der Auswanderer zum ersten Mal in die USA einreisen. Wie lange er bei diesem Aufenthalt in den USA bleibt, ist jedoch nicht vorgeschrieben. Die eigentliche Greencard erhält der Auswanderer dann sobald er in die USA umgezogen ist. Sie wird innerhalb kurzer Zeit nach der Einwanderung an die US-amerikanische Adresse verschickt, die in den Bewerbungsunterlagen angegeben wurde.

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