Fahrzeug mitnehmen in die USA

Übersicht: Fahrzeug in die USA mitnehmen 

Im Zuge einer Auswanderung in die USA kommen nicht unerhebliche Kosten auf die Auswanderer zu. Neben den Gebühren für die Einreisepapiere, etwa in Form von Übersetzungen und Beglaubigungen von Dokumenten und Urkunden, verursacht auch der Umzug selbst Kosten.

Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist, den Hausrat zu Hause zu verkaufen, nur die persönlichsten Dinge mitzunehmen und das durch den Verkaufserlös aufgestockte Startkapital für den Kauf neuer Einrichtungsgegenstände zu verwenden.

Allerdings entscheiden sich viele Auswanderer dafür, den Hausrat inklusive aller persönlichen und liebgewonnen Gegenstände mitzunehmen, sicher auch deshalb, weil sich so das Gefühl, zu Hause und nicht nur im Urlaub zu sein, wesentlich schneller einstellt.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann auch die Frage, ob das Auto, Motorrad oder andere Kraftfahrzeuge ebenfalls verschifft werden sollen.

Hierbei gibt es jedoch einige Punkte zu beachten:

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Grundsätzlich können alle Fahrzeuge inklusive Zubehör, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind, für den Zeitraum von maximal einem Jahr zollfrei in die USA mitgenommen werden. Unter den Sammelbegriff Fahrzeuge fallen in diesem Zusammenhang Autos, Motorräder, Wohnwagen, Boote, Flugzeuge und ähnliche Fahrzeuge, die dafür bestimmt sind, den Auswanderer selbst, seine Familie oder seine Gäste zu transportieren.

Allerdings muss ein Zusammenhang zwischen Einreise des Auswanderers und Einfuhr des Fahrzeugs bestehen und das Auto muss dem Auswanderer gehören oder als Neufahrzeug auf seinen Namen bestellt worden sein. Nach Ablauf dieses Jahres muss das Fahrzeug für den dauerhaften Betrieb umgerüstet oder, sofern dies technisch nicht möglich oder aus finanzieller Sicht nicht rentabel ist, erneut ausgeführt oder verschrottet werden.

Der Verkauf des Fahrzeugs ohne Umrüstung in den USA ist nicht möglich.

• Die Einfuhrbestimmungen und der Zoll      

In den meisten Fällen bezieht sich die Auswanderung jedoch nicht nur auf ein Jahr, sondern soll dauerhaft sein, was eine Mitnahme deutlich erschwert. Für den privaten Import von Fahrzeugen sind die Einfuhrbestimmungen der USA maßgeblich, die jedoch sehr streng sind. Um ein Auto in den USA zulassen zu können, muss es den amerikanischen Bestimmungen entsprechen. Ohne größere Probleme ist eine Zulassung im Prinzip nur dann möglich, wenn das Fahrzeug in den USA baugleich verkauft wird oder wurde, denn in diesem Fall liegen die Werte der Abgas- und Sicherheitstests vor.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist zu wissen, dass diese Testergebnisse und Werte von amerikanischen Behörden, wie beispielsweise der Environmental Protection Agency oder dem Department of Transportation erstellt worden sein müssen, Dokumente ausländischer Behörden wird nicht anerkannt. In der Praxis bedeutet das, dass Fahrzeuge, die den amerikanischen Bestimmungen nicht entsprechen, entweder vom Zoll nicht oder nur unter der Auflage freigegeben werden, dass das Fahrzeug umgerüstet werden muss.

Diese Umrüstung, die nur in speziellen Werkstätten durchgeführt werden kann, ist allerdings mit einem sehr großen finanziellen Aufwand verbunden, der sich in den meisten Fällen nicht lohnt.

 

• Dieselfahrzeuge       

Für Dieselfahrzeuge kommt erschwerend hinzu, dass der Kraftstoff in den USA anders genormt ist als in Europa. Das heißt, dass es möglich sein kann, dass der amerikanische Kraftstoff mit Fahrzeugen, die für den Betrieb mit europäischem Kraftstoff konzipiert sind, nicht kompatibel ist.

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