10 Tipps für Auswanderer bei Heimweh

10 Tipps für Auswanderer bei Heimweh

Eine Auswanderung ist zweifelsohne spannend und aufregend. Zudem ist sie meist gut durchdacht und lange geplant, einfach so und ganz spontan wandern die wenigsten aus. In den ersten Tagen und Wochen nach der Auswanderung ist Heimweh deshalb meist kein Thema.

Die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt überwiegt, zahlreiche Erledigungen stehen auf dem Programm und der Alltag muss neu organisiert werden. Nach einiger Zeit, wenn Ruhe eingekehrt ist, kann die Situation aber plötzlich ganz anders aussehen.

So manchen Auswanderer plagt dann doch das Heimweh und hierfür kann es viele verschiedene Gründe geben. Fehlender Anschluss, Sprachbarrieren, berufliche Startschwierigkeiten, Geldsorgen oder einfach die Sehnsucht nach dem vertrauten Umfeld mit Freunden, Familien und liebgewonnenen Traditionen sind ein paar Beispiele für Heimwehursachen.

Manchmal ist es auch ein Familienmitglied, das unter Heimweh leidet. Wenn Familien auswandern, ergibt sich oft die Situation, dass nur einer arbeiten geht. Der Partner verbringt die Zeit zu Hause, weil er (noch) keine Arbeitsgenehmigung hat. Sind die Kids in der Schule, kommt so mancher ins Grübeln und sehnt sich nach der alten Heimat zurück. Was aber tun, wenn das Heimweh immer größer wird?

 

Hier sind 10 Tipps für heimwehgeplagte Auswanderer!:

 

Tipp 1: Kontakte knüpfen

Immer nur alleine zu Hause zu sitzen und den alten Freunden nachzutrauern, ist der denkbar schlechteste Weg für einen gelungenen Start. Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, auf fremde Personen zuzugehen.

Trotzdem ist es sehr wichtig, Kontakte zu knüpfen und sich ein soziales Netzwerk aufzubauen. Wer Kinder hat, kann vielleicht auf dem Spielplatz oder in der Schule andere Eltern kennenlernen. Auch ein Sprachkurs ist eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen.

Daneben ist es eine schöne und willkommene Geste, wenn der Auswanderer einfach einmal bei seinen Nachbarn klingelt, sich vorstellt und sie vielleicht sogar zu einem kleinen Umtrunk einlädt. Spätestens dann ist das Eis sicher gebrochen. Vor allem in größeren Orten gibt es zudem oft weitere Auswanderer, die sich regelmäßig an einem Stammtisch treffen. Auch hier lassen sich vielleicht neue Freunde finden.

 

Tipp 2: Ablenkung suchen

Heimweh lässt sich gut bekämpfen, wenn sich der Auswanderer mit etwas anderem beschäftigt. So kann er beispielsweise auf Erkundungstour gehen und sich die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anschauen.

Die neuen Eindrücke und die interessanten Erlebnisse beschäftigen das Gehirn und helfen dabei, die schönen Seiten der neuen Heimat zu entdecken. Außerdem wird das Heimweh weniger, wenn sich der Auswanderer immer besser auskennt und neue Lieblingsplätze findet.

 

Tipp 3: Hobbys nachgehen

Die Psychologie weiß, dass körperliche Bewegung nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut tut. Durch Sport powert sich der Körper aus und damit fallen auch Stress und Anspannung ab.

Eine ähnliche Wirkung stellt sich ein, wenn der Auswanderer einem Hobby nachgeht. Ob es sich dabei um ein vertrautes, langjähriges Hobby handelt oder ob der Auswanderer ein neues Hobby für sich entdeckt, spielt letztlich keine Rolle. In beiden Fällen wird sich seine Stimmung aufhellen.

 

Tipp 4: Tagebuch schreiben

Nicht jeder hat einen Ansprechpartner, dem er sein Leid klagen kann. Andere sind einfach nicht der Typ, der mit Dritten über die eigenen Sorgen spricht.

Für sie kann es hilfreich sein, sich den ganzen Frust einfach einmal von der Seele zu schreiben. Manchmal lässt sich so die ganze Situation auch besser überblicken. Später wiederum sind die Aufzeichnungen eine schöne Erinnerung an die Anfangszeit.

 

Tipp 5: Neue Traditionen entdecken

Zu Anlässen wie dem Geburtstag oder Weihnachten ist das Heimweh oft besonders groß. Statt in alten Erinnerungen zu schwelgen und den bisherigen Traditionen nachzuweinen, sind gerade solche Anlässe eine ideale Gelegenheit, um neue Gewohnheiten einzuführen.

In jedem Land gibt es Besonderheiten und bestimmte Gepflogenheiten bei Festivitäten. Warum also nicht so feiern, wie es landestypisch ist? Natürlich heißt das nicht, dass der Auswanderer alles Vertraute abschütteln sollte. Je offener er aber ist und je mehr er sich auf das neue Land einlässt, desto eher wird er sich hier zu Hause fühlen.

 

Tipp 6: Alte Erinnerungsstücke wegräumen

Fotos, vertraute Gegenstände und andere Erinnerungen sind oft Streicheleinheiten für die Seele. Der Auswanderer muss die Dinge nur anschauen und schon erinnert er sich an schöne Momente. Außerdem fühlt er sich gleich weniger fremd.

Bei akutem Heimweh kann sich aber genau die gegenteilige Wirkung einstellen. Die Sehnsucht nach solchen Momenten mit der Familie oder guten Freunden wird nämlich nur noch größer.

So mancher Auswanderer steigert sich sogar regelrecht in das Vermissen rein und leidet dann fürchterlich. Hilfreich kann es deshalb sein, Fotos und persönliche Andenken vorübergehend aus dem direkten Blickfeld zu verbannen.

 

Tipp 7: Nicht ständig mit der alten Heimat kommunizieren

Zweifelsohne tut es gut, die gewohnten und vertrauten Stimmen zu hören. Der Auswanderer erfährt, was sich in der alten Heimat getan hat und kann von seinen Erlebnissen berichten.

Durch Online-Telefondienste, aber auch Videochats oder E-Mails bleibt der Austausch mit den Lieben zu Hause sogar bezahlbar. Trotzdem ist es keine gute Idee, ständig den Kontakt zu suchen. In den meisten Fällen wird das Heimweh dadurch nämlich nur noch größer. Zudem besteht die Gefahr, dass sich der Auswanderer einigelt, statt sich auf neue Kontakte einzulassen.

 

Tipp 8: Die Sehnsucht kulinarisch stillen

Viele Auswanderer mögen zwar die jeweilige Landesküche, vermissen aber Lebensmittel oder Speisen aus der alten Heimat. Bei Heimweh kann es deshalb helfen, sich etwas Vertrautes zu gönnen.

Vielerorts gibt es Geschäfte, die beispielsweise Brot und Backwaren, Wurst, Süßigkeiten oder Bier aus Deutschland oder zumindest nach deutschen Rezepten anbieten. Solche kulinarischen Extras können dazu beitragen, die Sehnsucht zu überwinden.

 

Tipp 9: Urlaub planen oder die Familie einladen

Bei sehr starkem Heimweh kann es helfen, den nächsten Urlaub in Deutschland zu verbringen. Alternativ ist es vielleicht möglich, die Familie oder ein paar Freunde einzuladen. Es kann gut sein, dass das Heimweh danach kuriert ist.

Ob dies eintrifft, muss der Auswanderer aber für sich selbst entscheiden. Genauso kann nämlich auch das Gegenteil passieren und das Heimweh ist nach dem Heimatbesuch noch größer als zuvor.

 

Tipp 10: Über Heimweh und Sorgen sprechen

Es ist völlig normal, irgendwann vom Heimweh übermannt zu werden. Dafür, dass jemand sein altes zu Hause und sein vertrautes Umfeld vermisst, muss sich niemand schämen.

Ist der Partner bereits im neuen Land angekommen, hat er einen Job gefunden und eine gewisse Alltagsroutine entwickelt, wird er vielleicht gar nicht bemerken, dass der andere Partner leidet.

Aus falscher Rücksichtnahme neigt so mancher Auswanderer dann dazu, die Sorgen in sich hineinzufressen. Dies ist aber keine gute Idee, denn dadurch werden Heimweh, Frust und Unzufriedenheit auf Dauer nur noch größer. Der heimwehgeplagte Auswanderer sollte sich deshalb seinem Partner oder einem Dritten anvertrauen.

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